Forced Browsing ist eine Technik, die von Hackern verwendet wird, um auf versteckte Informationen auf einer Website zuzugreifen. Es ist eine Art von Web-Sicherheitsangriff, bei dem der Angreifer versucht, auf eine Webseite zuzugreifen, indem er die URL direkt in die Adressleiste des Browsers eingibt, anstatt über die vorgesehenen Navigationspfade zu navigieren.
In der Regel sind Websites so konzipiert, dass sie bestimmte Seiten oder Informationen nur für autorisierte Benutzer zugänglich machen. Dies wird oft durch eine Kombination aus Benutzeranmeldung, Passwörtern und anderen Sicherheitsmaßnahmen erreicht. Forced Browsing umgeht diese Sicherheitsmaßnahmen, indem es direkt auf die gewünschte Seite zugreift, ohne die erforderlichen Berechtigungen einzuholen.
Im normalen Browsing navigiert ein Benutzer durch eine Website, indem er auf Links klickt oder Formulare ausfüllt, die von der Website bereitgestellt werden. Bei Forced Browsing hingegen gibt der Benutzer (in diesem Fall der Angreifer) die URL der gewünschten Seite direkt in die Adressleiste des Browsers ein. Dies kann es dem Angreifer ermöglichen, auf Seiten zuzugreifen, die eigentlich nicht für ihn bestimmt sind.
Ein einfaches Beispiel für Forced Browsing wäre, wenn ein Angreifer versucht, auf die Admin-Seite einer Website zuzugreifen, indem er "/admin" an das Ende der URL der Website anhängt. Wenn die Website nicht richtig gesichert ist, könnte der Angreifer in der Lage sein, auf diese Admin-Seite zuzugreifen und möglicherweise schädliche Aktionen durchzuführen.
Ein weiteres Beispiel könnte sein, wenn ein Angreifer versucht, auf eine versteckte PDF-Datei auf einer Website zuzugreifen, indem er den Pfad zur Datei direkt in die Adressleiste eingibt. Wenn die Datei nicht richtig gesichert ist, könnte der Angreifer in der Lage sein, sie herunterzuladen und zu lesen.
Insgesamt ist Forced Browsing eine ernsthafte Bedrohung für die Sicherheit von Websites und erfordert geeignete Maßnahmen zur Vorbeugung und Abwehr.
Erzwungene Browsing-Verfahren stellen eine Methodik dar, die Angreifer nutzen, um auf verborgene oder nicht freigegebene Segmente einer Webseite zuzugreifen. Diverse Strategien können dabei zum Einsatz kommen:
In dieser Strategie modifiziert der Eindringling die URL im Adressfeld des Browsers, um verborgene oder nicht genehmigte Segmente der Webseite zu erreichen. Das kann das Hinzufügen, Verändern oder Entfernen von URL-Elementen beinhalten.
Musterbeispiel:
// Gewöhnlicher Zugang
www.muster.de/benutzer/profil
// Veränderte URL
www.muster.de/admin
Bestimmte Webseiten besitzen öffentlich zugängliche Verzeichnisse, die eine Aufstellung sämtlicher Dateien und Unterordner bereithalten. Mit diesen Daten kann der Eindringling Zugang zu verborgenen oder nicht genehmigten Teilen der Webseite erlangen.
Musterbeispiel:
// Verzeichniserfassung
www.muster.de/verzeichnis/
// Zugang zu einer verborgenen Datei
www.muster.de/verzeichnis/verborgene_datei.txt
Suchroboter sind Softwares, die das Web durchforsten, um Informationen zu sammeln. Mit einem Suchroboter kann der Eindringling systematisch eine Website durchstöbern und verborgene oder nicht zugelassene Segmente aufrufen.
Musterbeispiel:
// Suchroboter entdeckt verborgene URL
www.muster.de/verborgene_url
Hier versucht der Eindringling durch systematisches Durchprobieren aller möglichen URL-Kombinationen, auf verborgene oder nicht zugelassene Segmente der Webseite zu kommen. Solch ein Vorgehen kann zeitintensiv sein, stellt jedoch eine effektive Methode dar, falls der Webseitenschutz unzureichend ist.
Musterbeispiel:
// Brute-Force-Angriff
www.muster.de/a
www.muster.de/b
www.muster.de/c
...
All diese Strategien können allein oder in Kombination angewandt werden, um einen erzwungenen Browsing-Angriff durchzuführen. Es muss aber klar gesagt werden, dass der Einsatz solcher Techniken rechtlich verboten ist und hier nur zu Ausbildungs- und Informationszwecken erläutert wird.
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Ein Attackierender, der auf einer Webseite Seiten aufruft, die normalerweise nicht für die Allgemeinheit freigegeben sind, charakterisiert einen sogenannten Forced Browsing-Angriff. Dies kann auf unterschiedlichen Wegen erfolgen, am meisten verbreitet ist hierbei das Auffinden mittels Analyse der URL-Konstellation der Webseite.
Erstaunlich oft lässt bereits die URL-Konstellation einer Webseite auf versteckte Seiten oder Verzeichnisse schließen. Als einfache Illustration hierfür könnte eine URL wie "www.example.com/admin" gelten, die auf eine Administrationsseite hindeuten könnte, die nicht zur allgemeinen Betrachtung bestimmt ist. Ein Attackierender könnte den Zugang zu dieser Seite versuchen, indem er die URL direkt in den Adressbereich seines Browsers tippt.
Es sind auch spezifische Angriffswerkzeuge vorhanden, die von einem Attackierenden eingesetzt werden könnten, um einen Forced Browsing Überfall auszuführen. Diese Angriffswerkzeuge sind in der Lage, automatisch eine Vielfalt unterschiedlicher URLs zu erstellen und zu testen, ob diese auf eine gültige Seite führen. Eine Zahl dieser Werkzeuge kann darüber hinaus versuchen, gebräuchliche Nutzernamen und Passworte einzusetzen, um Zutritt zu geschützten Seiten zu erlangen.
In manchen Situationen könnte ein Attackierender auch Sicherheitslücken innerhalb der Website ausnutzen, um sich Zutritt zu versteckten Seiten zu verschaffen. Dafür könnte etwa eine Schwachstelle in der Identifikationsüberprüfung oder der Sitzungssteuerung der Webseite ausgenutzt werden.
Nach Einstieg auf die Webseite, könnte der Attackierende weitere Handlungen durchführen wie zum Beispiel Einstellungen ändern, sensible Daten sammeln oder Tätigkeiten im Namen anderer Benutzer ausführen.
Zu betonen ist, dass ein geglückter Forced Browsing-Angriff oft auf eine ungeeignete Webseitensicherheit hindeutet. Daher ist es sehr wichtig, dass Betreiber von Webseiten entsprechende Sicherheitsvorkehrungen treffen, um derartige Angriffe zu verhindern.
Forced Browsing ist ein Gefahrenszenario, welches sich durch mehrere Aspekte manifestiert. Besonders das Fehlen zwingender Sicherheitsprotokolle und unkorrekte Einstellungen in Internetsystemen begünstigen es.
Häufiges Leck in der Sicherheit entsteht durch ungenügende Schutzvorrichtungen. Oftmals ist die Sicherheitsinfrastruktur von Webanwendungen nicht stark genug dimensioniert, um den Zugang zu gewissen Seiten oder Materialien einzuschränken. Dies ermöglicht Attackierenden, sich Zutritt zu Inhalten zu verschaffen, die sie eigentlich nicht einsehen dürften.
Als Beispiel dafür kann eine Webplattform dienen, welche eine ausschließlich für Administratoren bestimmte Seite besitzt. Sollte die Plattform jedoch ohne ausreichende Schutzsysteme operieren, könnte eine Attacke gelingen, indem die entsprechende Webadresse im Browser eingegeben wird.
Hinzukommend, sind unkorrekte Einstellungen in Webanwendungen eine regelmäßig vorkommende Quelle für Forced Browsing. Solche Fälle treten auf, wenn Aspekte der Anwendung inkorrekt eingestellt wurden oder bestimmte Schutzmechanismen nicht korrekt ausgeführt werden.
Ein Paradebeispiel solcher unkorrekter Einstellungen ist das Fehlen von Zugriffsbarrieren für selektive Dateien oder Ordner. Sollte es einem Angreifer gelingen, diese Dateien oder Ordner einzusehen, könnte er potenziell sensible Daten einsehen oder sogar die Kontrolle über die Anwendung gewinnen.
Ein weiterer Verursacher von Forced Browsing ist eine mangelhafte Überprüfung der Zugriffsrechte. In Fällen, in welchen die Anwendung nicht korrekt kontrolliert, ob jemand berechtigt ist, eine spezifische Quelle zu nutzen, könnte dies den Angreifern ein Einfallstor bieten.
Ein Anwendungsbeispiel wäre, dass eine Software einen Nutzer darum bittet, sich einzuloggen, bevor er auf spezifische Seiten zugreifen kann. Sollte die Anwendung jedoch nicht kontrollieren, ob die Anmeldung wirklich stattgefunden hat, bevor der Zugriff erlaubt wird, könnte ein Eindringling Zugang zu den Seiten bekommen, ohne sich einloggen zu müssen.
Zusammengefasst kann man sagen, dass Forced Browsing durch das Fehlen potenter Schutzmaßnahmen, unkorrekte Einstellungen und ungenügende Zugriffsrechte-Überprüfung entsteht. Daher ist es von großer Bedeutung, dass Internetsysteme korrekt eingestellt und abgesichert werden, um solche Eindringversuche zu unterbinden.
Die Abschirmung gegen erzwungene Browsingattacken beansprucht eine Symbiose aus IT- und Verwaltungslösungen. Im Folgenden haben wir maßgeschneiderte Richtlinien zusammengestellt, welche die Integrität Ihrer Webpräsenz oder Ihrer App stärken können.
Gegen erzwungenes Browsing bietet der Einsatz von strikten Zugriffskontrollstrategien ein effizientestes Gegengewicht. Dies meint die Gewährung von Nutzerzugriffen lediglich auf die zu der jeweiligen Rolle passenden Ressourcen. So kann ein Webseite-Administrator beispielsweise mehr Bereiche einsehen als ein regulärer Nutzer. Rollenbasierte Zugriffskontrollsysteme (RBAC) tragen zu einer zuverlässigen Eingrenzung der benutzerspezifisch zugelassenen Bereiche bei.
Die Einbindung von sicheren Methoden zur Steuerung des Sitzungsmanagements kann erheblich zur Prävention erzwungenen Browsings beitragen. Demnach sollten unter anderem sicherheitsorientierte Cookies genutzt, Sitzungstimeouts etabliert und Sitzungs-IDs periodisch geändert werden. Zudem ist es ratsam, Nutzer nach einer bestimmten Phase der Inaktivität automatisch von der App abzumelden.
Das Verschleiern von kritischen Informationen stellt einen weiteren Ansatz dar, erzwungenes Browsing zu untergraben. Dies kann durch die Blockierung des direkten Zugriffs auf sensible Dateien und Verzeichnisse via URL verwirklicht werden. Zudem sollten vertrauliche Daten nicht im HTML-Quellcode enthalten sein.
Zur Sicherstellung der Authentizität jeder Anfrage ist eine serverseitige Validierung von wesentlicher Bedeutung. Hierbei sollte die Applikation jede Anforderung verifizieren, bevor entsprechende Ressourcen zugänglich gemacht oder Aktionen ausgeführt werden.
Firewalls der Kategorie Webanwendung (WAFs) helfen dabei, erzwungenes Browsing zu eliminieren, indem sie den Datenverkehr kontrollieren und verdächtige Aktivitäten unterbinden. Des Weiteren unterstützen sie bei der Abwehr weiterer Angriffstypen, etwa Cross-Site Scripting (XSS) oder SQL-Injection.
Um sicherzustellen, dass alle Systeme und Applikationen auf dem aktuellen Stand sind, sind regelmäßige Sicherheitsprüfungen essentiell. Dadurch können öffentlich bekannte Sicherheitslücken behoben und die Gefahr durch erzwungene Browsing-Angriffe gesenkt werden.
In Teilaspekten formuliert, benötigt das Verhindern von erzwungenem Browsing eine Verbindung technischer und administrativer Maßnahmen. Durch die Umsetzung dieser spezifischen Richtlinien können Sie die Sicherheitsvorkehrungen Ihrer Webseite oder App erheblich verbessern und die Gefahr durch erzwungene Browsingattacken senken.
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In diesem Abschnitt beantworten wir einige häufig gestellte Fragen zum Thema "Forced Browsing Attack".
Ein Forced Browsing Angriff ist eine Methode, die von Hackern verwendet wird, um auf versteckte oder nicht veröffentlichte Inhalte einer Website zuzugreifen. Dies geschieht, indem sie die URL oder den Pfad in der Adressleiste des Browsers manipulieren.
Ein Angreifer kann einen Forced Browsing Angriff durchführen, indem er die URL oder den Pfad in der Adressleiste des Browsers manipuliert. Dies kann beispielsweise durch das Hinzufügen, Ändern oder Entfernen von Verzeichnissen, Dateinamen oder Parametern in der URL erfolgen. Wenn die Website nicht ordnungsgemäß gesichert ist, kann der Angreifer auf versteckte oder nicht veröffentlichte Inhalte zugreifen.
Ein Forced Browsing Angriff kann durch eine Reihe von Faktoren verursacht werden, darunter schlechte Website-Sicherheit, fehlende oder unzureichende Zugriffskontrollen und unsichere Konfigurationen. Ein Angreifer kann auch Schwachstellen in der Website-Software ausnutzen, um einen solchen Angriff durchzuführen.
Es gibt mehrere Maßnahmen, die ergriffen werden können, um einen Forced Browsing Angriff zu verhindern. Dazu gehören die Implementierung von starken Zugriffskontrollen, die Verwendung von sicheren Konfigurationen, die regelmäßige Aktualisierung und Überprüfung der Website-Software und die Durchführung von regelmäßigen Sicherheitsaudits.
Ja, ein Forced Browsing Angriff ist illegal. Es handelt sich dabei um eine Form des unbefugten Zugriffs auf Computerdaten, was in vielen Ländern strafbar ist.
Die Folgen eines Forced Browsing Angriffs können schwerwiegend sein. Sie können den Verlust von sensiblen Daten, den Verlust von Kundenvertrauen, rechtliche Konsequenzen und finanzielle Verluste umfassen.
Ja, ein Forced Browsing Angriff kann oft nachverfolgt werden. Viele Websites protokollieren die IP-Adressen der Benutzer, die auf ihre Seiten zugreifen, und diese Informationen können verwendet werden, um den Ursprung eines Angriffs zu ermitteln. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass erfahrene Hacker Methoden verwenden können, um ihre Spuren zu verwischen und die Nachverfolgung zu erschweren.
Wenn Sie glauben, dass Sie Opfer eines Forced Browsing Angriffs geworden sind, sollten Sie sofort Maßnahmen ergreifen. Dazu gehört das Ändern Ihrer Passwörter, das Informieren Ihrer Kunden und das Einleiten einer Untersuchung. Es kann auch ratsam sein, einen Sicherheitsexperten zu konsultieren und möglicherweise die Strafverfolgungsbehörden zu informieren.
Um ein umfassendes Verständnis des Themas "Forced Browsing Attack" zu erlangen, wurden verschiedene Quellen herangezogen. Diese Quellen bieten tiefe Einblicke in die Techniken, die Funktionsweise, die Ursachen und die Präventionsmaßnahmen von Forced Browsing Attacken. Hier sind einige der wichtigsten Referenzen, die für die Erstellung dieses Artikels verwendet wurden:
OWASP (Open Web Application Security Project). (2020). Unvalidated Redirects and Forwards Cheat Sheet. Abgerufen von https://cheatsheetseries.owasp.org/cheatsheets/Unvalidated_Redirects_and_Forwards_Cheat_Sheet.html
PortSwigger Web Security. (2020). What is forced browsing? Abgerufen von https://portswigger.net/web-security/access-control/forced-browsing
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Zalewski, M. (2011). The Tangled Web: A Guide to Securing Modern Web Applications. No Starch Press.
Cybrary. (2020). Advanced Cyber Security Training. Abgerufen von https://www.cybrary.it/course/advanced-penetration-testing/
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Kirda, E., Kruegel, C., Vigna, G., Jovanovic, N., & Balzarotti, D. (2009). Noxes: a client-side solution for mitigating cross-site scripting attacks. In Proceedings of the 2009 ACM symposium on Applied Computing (pp. 330-337).
Huang, Y. W., Yu, F., Hang, C., Tsai, C. H., Lee, D. T., & Kuo, S. Y. (2003). Securing web application code by static analysis and runtime protection. In Proceedings of the 13th international conference on World Wide Web (pp. 40-52).
Diese Referenzen bieten eine umfassende und detaillierte Analyse des Themas "Forced Browsing Attack". Sie bieten sowohl theoretisches Wissen als auch praktische Anleitungen zur Identifizierung und Verhinderung solcher Angriffe. Es wird empfohlen, diese Quellen für eine tiefere Untersuchung des Themas zu konsultieren.
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