Was ist das MITRE ATT&CK Framework? 14 grundlegende Taktiken

Was ist das MITRE ATT&CK-Framework?

Das Modell von MITRE ATT&CK präsentiert sich als umfangreiche, laufend überarbeitete Wissensressource, welche die Strategien und Technologien aufzeigt, die Cyberkriminelle bei Attacken implementieren. In der Namensgebung von ATT&CK fungiert ls Abkürzung für "Adversarial Tactics, Techniques, and Common Knowledge", was in der deutschen Sprache die Bedeutung von "Feindlichen Taktiken, Techniken und übliches Wissen" ausspricht.

Das Modell wurde kreiert, um die Sicherheitsteams in ihren Abwehrstrategien voranzutreiben, dabei mit einer detaillierten Perspektive in die Operationen der Hacker dienlich. Es begünstigt die Teams dabei, ihre Sicherheitsverfassungen im Kontext von tatsächlichen Angriffskulissen zu überprüfen und zu bewerten.

Das Aufbauformat des MITRE ATT&CK Modells

Im MITRE ATT&CK Modell ist das Format in diverse Matrizen aufgeteilt, die die unterschiedlichen Facetten eines Cyberangriffs aufzeigen. In jedem Matrix gibt es bestimmte Strategien und Technologien, die Hacker möglicherweise verwenden können. Die Strategien verkörpern die Ziele, die ein Hacker erstreben will, während die Technologien die besonderen Methoden darstellen, die er zur Erreichung seiner Ziele einsetzt.

Beispielsweise beinhaltet die Matrix für Unternehmensattacken Strategien wie "Initial Access" (Erstzugriff) und "Execution" (Ausführung), sowie Technologien wie "Spear Phishing" und "Scripting".

Die Relevanz des MITRE ATT&CK Modells

Das MITRE ATT&CK Modell gilt als wertvolle Instrument für Sicherheitsteams, da es die Teams dabei fördert, die drohenden Bedrohungen, denen sie ausgesetzt sind, genauer zu erfassen und effektiv darauf zu reagieren. Es begünstigt sie dabei, ihre Sicherheitsverfassungen durch echte Angriffskulissen zu bewerten und auszubauen.

Zudem liefert das Modell eine geeinte Sprache und ein gemeinsames Verständnis zur Darstellung von Cyberattacken, was die Kommunikation und Kooperation zwischen diversen Teams und Organisationen vereinfacht.

Verglichen mit traditionellen Sicherheitsmodellen: MITRE ATT&CK

MITRE ATT&CK Traditionelle Sicherheitsmodelle
Schwerpunkt Strategien und Technologien der Hacker Bedrohungen und Risiken
Aktualität Kontinuierlich überarbeitet Oftmals veraltet
Praktischer Bezug Orientiert auf echten Angriffsszenarien Normalerweise hypothetisch
Kommunikation Liefert eine gemeinsame Sprache zur Darstellung von Attacken Oft ungleiche Terminologie

Abschließend lässt sich feststellen, dass das MITRE ATT&CK Modell ein imposantes Instrument ist, das Sicherheitsteams dabei fördert, ihre Abwehrstrategien voranzutreiben und effektiv auf Bedrohungen einzugehen. Es bietet eine detaillierte Darstellung in die Operationen der Hacker und begünstigt die Teams dabei, ihre Sicherheitsverfassungen durch echte Angriffsszenarien zu bewerten und auszubauen.

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Geschichte des ATT&CK-Frameworks

Die gemeinnützige Einrichtung MITRE Corporation schuf im Jahr 2013 ein revolutionäres Instrument für die Sicherheitsbranche: das MITRE ATT&CK Framework. Es sollte eine enzyklopädische Informationsbasis einrichten, die das Vorgehen von Cyber-Kriminellen aufdeckt.

Ursprünge

Die Anfänge des Modells waren stark auf Windowssysteme fokussiert, was durch die allgegenwärtige Präsenz von Windows in der Geschäftswelt begründet war. Aber mit der Zeit erweiterte das Framework seinen Umfang und umfasste weitere gängige Betriebssysteme wie Linux und MacOS.

Stufen der Weiterentwicklung

2015 erfolgte eine signifikante Ausweitung des ATT&CK-Frameworks: Die sogenannten "Pre-ATT&CK"-Taktiken wurden eingeführt. Sie dokumentieren die Vorbereitungsstadien eines Cyber-Angriffs, also alle Aktionen, die ein Hacker im Vorfeld des eigentlichen Angriffs setzt.

Im Jahr 2017 entwickelte sich das Framework weiter und erweiterte sich mit der "Enterprise ATT&CK"-Matrix. Diese Kategorisierung erfasst Taktiken und Methoden von Hackerangriffen auf Unternehmensebene.

Jüngste Fortschritte

2019 integrierte das ATT&CK-Framework die "ICS ATT&CK"-Matrix, die speziell auf industrielle Steuerungssysteme (ICS) ausgerichtet ist. Dies sind Systeme, die in kritischen Versorgungsbereichen, wie beispielsweise Energie- oder Wasserversorgungsnetzen, zum Einsatz kommen.

Im Jahr 2020 kam die "Cloud ATT&CK"-Matrix hinzu, die insbesondere auf Cloud-basierte Systeme abzielt.

Übersichtstabelle: Fortlaufende Entwicklung des ATT&CK-Frameworks

Jahr Hinzugefügte Änderung
2013 Erstveröffentlichung, Hauptaugenmerk auf Windows
2015 Integration der Pre-ATT&CK-Taktiken
2017 Veröffentlichung der Enterprise ATT&CK-Matrix
2019 Hinzufügung der ICS ATT&CK-Matrix
2020 Einführung der Cloud ATT&CK-Matrix

Der fortlaufende Entwicklungsprozess des MITRE ATT&CK Frameworks hat es von einem rein Windows-basierten Modell zu einem umfassenden Framework für verschiedene Betriebssysteme und Angriffsverfahren transformiert.

Wer verwendet MITRE ATT&CK und warum?

Unzählige Institutionen und Spezialisten, die sich mit der Cyberbedrohungsszene begegnen, setzen auf das MITRE ATT&CK Framework als bedeutendes Instrument, um Abwehrmaßnahmen gegen digitale Angriffe zu verstärken und optimieren. Die Anwendungsfelder sind dabei vielschichtig und reichen von der allgemeinen Verbesserung der Netzwerksicherheit bis hin zur direkten Reaktion auf Cyberattacken.

Teams zur Internetsicherheit

Diese Spezialistengruppen nutzen das MITRE ATT&CK Framework zur Optimierung ihrer Schutzmaßnahmen. Es begünstigt das Verständnis für Strategien und Methoden der Cyber-Kriminellen und lenkt die Entwicklung geeigneter Gegenstrategien. Einsatzszenarien und Potenziale des Frameworks ermöglichen zudem eine detaillierte und gezielte Auswertung von sicherheitsrelevanten Gegebenheiten. Dies optimiert die Antwortzeit bei Cyberattacken und erhöht die Datensicherheit.

Staatliche Stellen

Auch Behörden setzen das MITRE ATT&CK Framework ein, um national relevante Netzwerkstrukturen zu schützen. Es erlaubt ein tiefgründigeres Bewusstsein für die digitale Bedrohungslandschaft und begünstigt somit die Entwicklung effektiver Gegenstrategien. Auch hier ermöglicht das Framework eine ausführliche Untersuchung von Datensicherheitsvorfällen, was zu einer rascheren Reaktion und letzten Endes zu einer erhöhten nationalen Datensicherheit führt.

Sicherheitsforscher

Wissenschaftler im Bereich Sicherheit setzen das MITRE ATT&CK Framework zur Unterstützung ihrer Forschung ein. Dank dieser Hilfe können sie die Methodiken der Cyber-Kriminellen nachvollziehen und passende Forschungsprogramme entwickeln. Außerdem gewährleistet das Framework eine detailgenaue Analyse von sicherheitsrelevanten Ereignissen, was schlussendlich die Qualität der Forschung steigert und zu einer ausgefeilteren Sicherheitslage führt.

Warum setzen sie auf das MITRE ATT&CK Framework?

Die Anwendervorteile des MITRE ATT&CK Frameworks sind umfangreich. Erstens sorgt es für eine systematische und präzise Analyse digitaler Bedrohungen, was das Verständnis der Bedrohungsumgebung schärft und die Entwicklung passender Reaktionen ermöglicht.

Zweitens erzeugt das Framework eine einheitliche Terminologie zur Beschreibung von Cyberbedrohungen, was den Austausch zwischen diversen Playern der IT-Sicherheit erleichtert und die Kooperation stärkt.

Drittens unterstützt das Framework eine fortlaufende Verbesserung der Sicherheitsmaßnahmen. Die akribische Analyse von sicherheitsrelevanten Situationen deckt Schwachstellen auf und befähigt deren Beseitigung, was schlussendlich die Sicherheitssituation optimiert.

Insgesamt fördert das MITRE ATT&CK Framework die Stärkung der Internetsicherheit und die effiziente Reaktion auf Bedrohungen. Es ist daher ein gewinnbringendes Instrument für alle Anwender in der Cybersicherheitsbranche.

4 grundlegende ATT&CK-Matrizen

Die MATRE ATT&CK-Sicherheitsstrukturen repräsentieren ein entscheidendes Skeleton des CYBER-SECURITY-Frameworks. Sie verschaffen einen detaillierten und überblicksartigen Einblick in unterschiedliche Angriffsmethoden sowie taktische Vorgehensweisen, welche im Repertoire von Cyberkriminellen vorzufinden sind. Innerhalb dieses Systems lassen sich vier elementare Segmente unterscheiden, welche spezielle Bereiche des Cyber-Security-Universums adressieren:

  1. ENTERPRISE-Kernfeld: Dieser Bereich behandelt Angriffsschemata und entsprechende Vorgehensweisen, welche gezielt gegen Firmennetzwerke gerichtet sind. Der breit gefächerte Katalog reicht von Phishing, über Malware und Ransomware bis hin zu weiteren Ausprägungen der Cyber-Kriminalität.

  2. MOBILE-Kernfeld: Hier liegt der Fokus auf Angriffen, die explizit gegen mobile Endgeräte gerichtet sind. Zum Einsatz kommen beispielsweise Methoden wie die Infiltration mobiler Anwendungen durch schädliche Codes oder das Ausnutzen vorhandener Sicherheitslücken in mobilen Betriebssystemen. Auch Abhöraktionen von mobiler Kommunikation sind hierbei ein zentrales Thema.

  3. PRE-ATT&CK-Kernfeld: In diesem Bereich geht es speziell um die Vorbereitungsphase eines Cyber-Angriffs. Hier kommen Methoden zur Anwendung, welche Hacker einsetzten, um Informationen über ihr jeweiliges Zielsystem zu sammeln, Sicherheitslücken aufzudecken und konkrete Angriffsstrategien zu entwerfen.

  4. ICS-Kernfeld: Dieser Teil fokussiert Angriffe auf industrielle Kontrollsysteme (ICS). Hier geht es um diverse Techniken, die ermöglichen, in solche Systeme einzudringen und diese zu manipulieren.

Jeder dieser Kernbereiche hat spezifische Eigenschaften und Anwendungsbereiche. Der ENTERPRISE-Kernbereich ist der umfassendste und deckt eine Vielzahl von Angriffsschemata ab. Hierdurch dient er vor allem Unternehmen als hilfreiches Instrument, um ihre Netzwerke gegen die mannigfaltigen Bedrohungen aus dem Cyber-Raum zu rüsten.

Das MOBILE-Kernfeld ist speziell auf mobile Geräte ausgerichtet und liefert wertvolle Informationen für Firmen, die mit ihren Services und Produkten stark auf mobilen Plattformen vertreten sind. Sie können sich umfassend über die spezifischen Bedrohungen und Risiken informieren, die mit der Nutzung mobiler Endgeräte verbunden sind.

Mit dem PRE-ATT&CK-Kernfeld können Sicherheitsteams, Angriffe präventiv abwehren und dabei auf potenzielle Cyber-Attacken reagieren, bevor sie überhaupt stattfinden.

Das ICS-Kernfeld schliesslich ist besonders hilfreich für Unternehmen aus dem Produktions- und Energiesektor. Sie erhalten wertvolle Informationen über Risiken und Bedrohungen, die speziell mit ihren industriellen Kontrollsystemen verbunden sind.

Die ATT&CK-Feldmatrizen sind mehr als nur theoretische Vorgehensmodelle. Sie dienen als instrumentelle Werkzeuge, welche Sicherheitsteams in Unternehmen dabei unterstützen, ihre Abwehrstrategien zu planen und kontinuierlich zu optimieren. Durch das detaillierte Bild der unterschiedlichen Angriffsmethoden und Vorgehensweisen, können diese Teams effektive Verteidigungsmaßnahmen entwerfen und umsetzen. So können beispielsweise Sicherheitsteams, die den ENTERPRISE-Kernbereich einsetzen, eine umfangreiche Liste von potenziellen Angriffspunkten erstellen und für jeden dieser Punkte eine spezielle Abwehrstrategie entwickeln.

In gleichem Maße kann ein Team, das das MOBILE-Kernfeld nutzt, gezielt Vorkehrungen für mobile Geräte entwerfen und umsetzen. Dieses Wissen und das Verstehen der spezifischen Bedrohungen und Risiken, die mit der Nutzung von mobilen Geräten einhergehen, ermöglichen eine zielgerichtete Reaktion.

Die MATRE ATT&CK-Sicherheitsstrukturen bieten somit ein authentisches und mächtiges Werkzeug im Kampf gegen die Cyber-Kriminalität. Sie ermöglichen ein detailliertes Bild der einzelnen Angriffsstrategien von Cyber-Kriminellen. Durch die eingängige Auseinandersetzung und die Anwendung dieser Werkzeuge, kann jedes Sicherheitsteam effektivere Verteidigungsstrategien entwickeln und konsequent umsetzen.

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Taktiken und Techniken

Die Strategien und Handlungsmustern des MITRE ATT&CK Frameworks stellen eine weitreichende Zusammenstellung aller potentiellen Handlungsweisen dar, die ein Eindringling potenziell in einem System oder Netzwerk ausüben kann. Sie gliedern sich in 14 Kerntaktiken, jede bestehend aus einer Vielzahl detailliert erklärter Aktionen, die ein Eindringling initiieren kann.

PrimäreStrategie: Initialer Zugriff

Mit der Primären Strategie verfolgen wir die ersten Schritte eines Eindringlings. Das Ziel ist der initiale Zugang zu Netzwerk oder System mit Hilfe von Techniken wie Spear-Phishing, das Ausspähen offener Informationen oder das Ausnutzen von Webapplikationslücken.

Sekundäre Strategie: Implementierung

Die nachfolgende Phase ist die Implementierung. Zu diesem Zeitpunkt ist der Eindringling bereits im System und führt dort Aktionen aus - Skriptausführung, Ausnützung von Applikationsfehlern oder Ausführen von Systemkommandos sind hierbei übliche Vorgehensweisen.

Tertiäre Strategie: Permanenz

Die Tertiäre Strategie rotiert um die Maßnahmen, die der Eindringling trifft, um kontinuierlich im System aktiv sein zu können - selbst nach Neustarts oder Updates. Typische Methoden beinhalten das Erschaffen von Benutzerkonten, das Modifizieren von Systemspezifikationen oder das Installationsmanöver von Malware.

Quartäre Strategie: Permission Extension

Die Quartäre Strategie definiert die Handlungsweisen eines Eindringlings, um zusätzliche Systemrechte zu erlangen. Häufig kommen dabei die Ausnutzung von Systemfehlern, das Ausführen von Administrationsbefehlen und das Nutzen von Applikationsschwachstellen zum Einsatz.

Quintäre Strategie: Evasion

Mit der Quintären Strategie befassen wir uns mit den Ausweichtechniken des Eindringlings, um nicht aufgespürt zu werden. Verschleierung von Befehlen, Namensänderung von Dateien und der Einsatz von Verschlüsselungsmethoden sind hier typisch.

Sextäre Strategie: Zugangsdatenerlangung

Die Sextäre Strategie setzt sich mit den Techniken auseinander, die der Eindringling nutzt, um Zugangsdaten zu sammeln. Häufige Techniken sind das Phishing, das Ausnützen von Code-Schwachstellen und der Einsatz von Brute-Force-Attacken.

Septäre Strategie: Informationssammlung

Mit Hilfe der Septären Strategie sammelt der Eindringling Informationen über Netzwerk und Systeme. Diese Phase beinhaltet das Durchsuchen von Dateien, das Ausspähen von Systeminformationen sowie die Überwachung des Netzwerkverkehrs.

Oktäre Strategie: Seitenbewegung

In der Oktären Strategie bewegt sich der Eindringling innerhalb des Netzwerkes. Durch Schwachstellen, gestohlene Zugangsdaten und Pass-the-Hash-Attacken verschafft er sich ein breites Betätigungsfeld.

Nonäre Strategie: Datensammlung

Mit der Nonären Strategie widmet sich der Eindringling dem Sammeln von Daten. Hierzu sichert er Dateien, fängt Netzwerkverkehr ab und protokolliert Tastatureingaben.

Dekanäre Strategie: Kontrollzentrum

In der Dekanären Strategie kommuniziert der Eindringling mit den von ihm kontrollierten Systemen. Dabei benutzt er meist verschlüsselte Kanäle, Proxyserver und Social-Media-Kanäle.

Undezimäre Strategie: Datenausfuhr

Mit der Undezimären Strategie widmet sich der Eindringling dem Entfernen von Daten aus dem Netzwerk. Verschlüsselte Kanäle, Cloud-Speicher und Email-Datentransfer sind hierbei gewöhnliche Herangehensweisen.

Duodezimäre Strategie: Angriff

In der Duodezimären Strategie setzt der Eindringling alles daran, Schaden zu verursachen. Für das Löschen von Dateien, Modifizieren der Systemspezifikationen und Durchführen von Denial-of-Service-Attacken eignet sich diese Strategie besonders gut.

Tridezimäre Strategie: Netzwerksicherheits-Umgehung

Die Tridezimäre Strategie erlaubt dem Eindringling die Umgehung der Netzwerksicherheitsvorkehrungen. Gewöhnlich setzt er dabei auf verschlüsselte Kanäle, Proxyserver und VPNs.

Quartodezimäre Strategie: Physischer Zugang

Die letzte Strategie, Quartodezimäre Strategie, betrifft den eigentlichen physischen Zugang zum Ziel. Aufbruchs-Techniken, gefälschte Identitäten und direkte physische Manipulationen sind hier die gängigsten Techniken.

Die tiefgreifende Untersuchung dieser Taktiken und Techniken ermöglicht uns, die Schritte eines Eindringlings nachzuvollziehen. Nur so können wir effektive Abwehrstrategien entwickeln und einsetzen.

Was sind die Verfahren des MITRE ATT&CK-Frameworks?

Das MITRE ATT&CK System stellt ein Arsenal an Strategien und Mitteln dar, die Hacker nutzen, um sich unerlaubt Zutritt zu Systemen zu verschaffen und Daten zu entwenden. Dieses System wird in einer strukturierten Übersicht dargestellt, welche als ATT&CK-Übersicht bezeichnet wird.

Die ATT&CK-Übersicht

Die ATT&CK-Übersicht ist eine grafische Abbildung der diversen Strategien und Mittel, die Hacker nutzen. Sie ist übersichtlich in Kolumnen und Reihen aufgebaut, wobei jede Kolumne eine spezifische Taktik und jede Reihe ein bestimmtes Mittel repräsentiert.

Beispielsweise könnte eine Kolumne den Begriff "Initiale Penetration" und eine Reihe "Gezieltes Phishing" ausweisen. Dies würde bedeuten, dass gezieltes Phishing ein Mittel ist, welches Hacker nutzen, um erstmalig Zugriff auf ein System zu erhalten.

Die Methoden

Die Methoden des MITRE ATT&CK Systems sind in 14 wesentliche Strategien untergliedert. Jede einzelne Strategie beinhaltet eine Vielzahl an Mitteln, die ein Hacker nutzen kann. Nachstehend die 14 Strategien:

  1. Initiale Penetration
  2. Umsetzung
  3. Persistenz
  4. Privilegiensprung
  5. Umgehen der Verteidigung
  6. Zugriff auf Beglaubigungen
  7. Erkundung
  8. Laterale Bewegung
  9. Sammeln
  10. Befehl und Kontrolle
  11. Datenabfluss
  12. Einflussnahme
  13. Netzwerkfolgen
  14. Physische Folgen

Jede dieser Strategien geht Hand in Hand mit einer Vielzahl an Techniken. Zum Beispiel könnten Methoden wie "Gezieltes Phishing", "Drive-by-Downloads" und das "Ausnutzen von öffentlich zugänglichen Applikationen" zur Access-Strategie gehören.

Die Nutzung der Methoden

Security Teams setzen die Methoden des MITRE ATT&CK Systems ein, um ihr System effektiv vor Cyberattacken zu schützen. Sie können anhand der Übersicht abzuschätzen lernen, welche Strategien und Mittel von Hackern genutzt werden könnten, um dann entsprechende Sicherheitsvorkehrungen zu treffen.

Zum Beispiel könnten Mitarbeiter geschult werden, wie sie Phishing-Angriffe erkennen können, sollten Spezialisten feststellen, dass gezieltes Phishing eine gebräuchliche Methode ist.

Das MITRE ATT&CK System erweist sich insgesamt als unerlässliches Tool für IT-Security Teams. Das fundierte Verständnis der Strategien und Mittel, die Hacker nutzen, ermöglicht eine effektivere Implementierung von Sicherheitsmassnahmen und somit ein erheblich sichereres Netzwerk.

Vorteile und Herausforderungen der Verwendung des MITRE ATT&CK Frameworks

Die Anwendung des MITRE ATT&CK-Rahmenwerks birgt sowohl Potenziale als auch Schwierigkeiten. Ein tieferes Verständnis dieser Aspekte ist unerlässlich, um eine fundierte Beurteilung über die Integration dieses Schemas in deinem Unternehmen zu treffen.

Potenziale des MITRE ATT&CK-Rahmenwerks

  1. Tiefgehende Erkundung von Bedrohungsszenarien: Das Modell offeriert eine ausgefeilte und methodische Abbildung von Cyber-Risiken. Den Nutzenden wird es ermöglicht, die Handlungsweisen und Methoden von Eindringlingen systematisch zu erfassen und auszuwerten, um so ein klares Bild von den Risiken zu erlangen.

  2. Optimierung der Abwehrmethoden: Mit dem Wissen über vielfältige Infiltrationstechniken können Unternehmen ihre Schutzmethoden aufwerten und konsolidieren. Das Anpassen Abwehrstrukturen zur Bekämpfung spezifischer Infiltrationsmethoden ist ebenso möglich.

  3. Effiziente Verständigung: Das Modell erlaubt eine effiziente Kommunikation zwischen unterschiedlichen Teams innerhalb eines Unternehmens. Es stellt eine vereinheitlichte Sprache zur Verfügung, die das Teilen von Infos über Risiken und Infiltrationen effektiv erleichtert.

  4. Analyse von Sicherheitsprogrammen: Mit Hilfe des Modells können Unternehmen die Leistungsfähigkeit ihrer Sicherheitsprogramme auswerten. Sie können überprüfen, ob ihre Programme befähigt sind, spezielle Infiltrationstechniken zu identifizieren und abzuwehren.

Schwierigkeiten bei der Anwendung des MITRE ATT&CK-Rahmenwerks

  1. Kompliziertheit: Das Modell ist weitreichend und detailgenau, was es für einige Nutzende komplex und schwer verständlich machen kann. Ein hohes Maß an technischem Know-how und Erfahrung ist nötig, um es wirksam zu gebrauchen.

  2. Aufwändige Umsetzung: Die Einbindung und Anwendung des Modells kann zeitintensiv sein. Es bedarf ständiger Aktualisierung und Überprüfung, um mit den kontinuierlich variierenden Bedrohungsszenarien mitzuhalten.

  3. Defizit an Automatisierung: Auch wenn das Modell detaillierte Infos über Infiltrationstechniken anbietet, fehlt es an Automatisierung. Die Nutzenden müssen die Daten manuell auswerten und interpretieren, was zu menschlichen Fehlern führen kann.

  4. Mangel an präzisen Abwehrkonzepten: Das Modell stellt Infos über Infiltrationstechniken zur Verfügung, offeriert jedoch keine präzisen Abwehrkonzepte. Die Nutzenden müssen eigene Schutzmaßnahmen entwerfen und umsetzen.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass das MITRE ATT&CK-Rahmenwerk trotz mancher Schwierigkeitsgrade ein wertvolles Instrument zur Optimierung der Datensicherheit darstellt. Es erfordert jedoch umfassendes technisches Wissen und Engagement, um es wirksam zu nutzen.

MITRE ATT&CK vs. Cyber Kill Chain

Zwei bedeutende Säulen in der Landschaft der Cybersicherheit stellen zweifellos das MITRE ATT&CK und die Cyber Kill Chain dar. Die beiden Frameworks genießen einen hohen Stellenwert, obwohl es deutliche Unterschiede zwischen ihnen gibt.

Die Cyber Kill Chain underscores

Dieses Modell, ursprünglich von dem Verteidigungskonzern Lockheed Martin entwickelt, stellt die Architektur eines digitalen Angriffs dar. Die sieben Phasen: Aufklärung, Waffenherstellung, Zustellung, Ausnutzung, Einbau, Befehls- und Kontrollausführung, und schließlich die Durchführung, bilden den Fortgang eines Cyberangriffs ab. Das Hauptaugenmerk der Cyber Kill Chain liegt in der Intervention, bevor der Angriff beträchtlichen Schaden anrichten kann.

Das MITRE ATT&CK Framework

Im Gegensatz dazu, präsentiert das MITRE ATT&CK Framework ein noch umfangreicheres und genaueres Bild der digitalen Angriffsszenarien. Ein Fokus wird hier auf die genauen Strategien und Varianten gelegt, die Cyberkriminelle bevorzugen. Dadurch liefert das Framework einen tieferen Einblick in den vollen Umfang eines potentiellen Angriffs. Es umfasst 14 unterschiedliche Taktiken und eine Vielzahl von verschiedenen Techniken.

Ein Überblick über die beiden Frameworks

Cyber Kill Chain MITRE ATT&CK Framework
Intervention in den Anfangsphasen eines Angriffs Ganzheitlicher Blick auf alle Aspekte eines Angriffs
Detailgrad eher niedrig Hoher Detailgrad
Begrenzte Abdeckung verschiedener Angriffsarten Breites Spektrum an abgedeckten Angriffen
Mäßig anpassungsfähig Hochflexibel

Vergleiche und Unterschiede

Beide Frameworks verfolgen das Ziel, Cyberanriffe nachzuvollziehen und zu vereiteln. Aber sie unterscheiden sich in wichtigen Punkten. Die Cyber Kill Chain konzentriert sich auf den Beginn des Angriffs und ist weniger ins Detail gehend. Sie beschränkt sich in der Darstellung möglicher Angriffstypen und bietet eine geringere Flexibilität.

Im Gegensatz dazu liefert das MITRE ATT&CK Framework einen umfassenden Überblick über den gesamten Angriffsprozess. Es ist detailreich und umfasst eine Vielzahl denkbarer Angriffsstrategien. Darüber hinaus ist es sehr flexibel und daher an zahlreiche verschiedene Szenarien anpassbar.

Beide Trojaner-Analyse-Modelle haben gemeinsam, dass sie bei der Unterbindung von Cyberangriffen von Nutzen sind und sie gehören zu den elementaren Werkzeugen einer jeden ernstzunehmenden Cybersicherheitsstrategie.

Schlussendlich

Die Cyber Kill Chain und das MITRE ATT&CK Framework sind beides wertvolle Hilfsmittel im Kampf gegen Cyberkriminalität. Die Cyber Kill Chain dient dabei als erste Verteidigungslinie gegen Angriffe, während das MITRE ATT&CK Framework durch seine Unmenge an Details eine wertvolle Waffe gegen die Vielzahl an möglichen Angriffsszenarien ist. Beide haben ihre speziellen Stärken und Defizite und können abhängig von der jeweiligen Lage zum Einsatz kommen.

Anwendungsfälle

Das Rahmenwerk MITRE ATT&CK dient als unerlässliche Ressource zur Verbesserung der digitalen Sicherheit und zur Abwehr gegen Cyberattacken. Folgend beschreiben wir vier spezifische Anwendungsstrategien:

Anwendungsstrategie 1: Verbesserung der Risikoerkennung und Reaktionsfähigkeit

Firmen können auf der Grundlage des MITRE ATT&CK-Rahmenwerkes ihre Beziehung mit Cyber-Bedrohungen neu gestalten und Reaktionsgeschwindigkeiten verbessern. Durch gezielte Abstimmung der Sicherheitsmaßnahmen auf bewährte Taktiken und Strategien der Cyberkriminellen lässt sich eine raschere Risikoerkennung und schnellere Reaktion erzielen.

Anwendungsstrategie 2: Durchführung von Sicherheitsbewertungen und Leistungseinordnungen

Das MITRE ATT&CK-Rahmenwerk kann als Maßstab für Sicherheitsprüfungen und Leistungsvergleiche dienen. Firmen haben hier die Möglichkeit, ihre aktuellen Sicherheitsmaßnahmen zu überprüfen und sie mit Industriestandards zu vergleichen. Das hilft dabei, Bereiche für Verbesserungen aufzuzeigen und liefert einen Leitfaden für die kontinuierliche Weiterentwicklung der Sicherheitspolitiken.

Anwendungsstrategie 3: Aufklärungsarbeit bei Sicherheitsverstößen und forensische Untersuchung

Auch bei der Ermittlungsarbeit nach Sicherheitsverletzungen und bei der forensischen Analyse stellt das MITRE ATT&CK-Rahmenwerk ein wirksames Hilfsmittel dar. Durch die Anwendung dieses Rahmenwerks können Sicherheitsteams präzise die Methoden und Strategien identifizieren, die bei einer Sicherheitslücke eingesetzt wurden. Das resultiert in einem tieferen Verständnis des Vorfalls und unterstützt die Umsetzung von geeigneten Korrekturmaßnahmen und präventiven Strategien.

Anwendungsstrategie 4: Sammeln und Analysieren von Bedrohungsdaten

Letztendlich kann das MITRE ATT&CK-Rahmenwerk beim Sammeln und Bewerten von Bedrohungsinformationen Anwendung finden. Mit diesem Rahmenwerk sind Firmen imstande, aktuelle Cyber-Risiken zu dokumentieren und zu bewerten, damit Sicherheitsmaßnahmen entsprechend angepasst werden können. Dabei unterstützt dieses Rahmenwerk Firmen wirkungsvoll bei der Abwehr gegen neue und ausgetüftelte Cyberattacken.

Zusammenfassend dient das MITRE ATT&CK-Rahmenwerk als unersetzliche Ressource zur Stärkung der digitalen Sicherheit und zum Schutz von Netzwerken vor Cyberattacken. Durch die Anwendung des Rahmenwerks in diesen spezifischen Kontexten können Firmen ihre Sicherheitsmaßnahmen erweitern und sich wirkungsvoller gegen Cyber-Bedrohungen verteidigen.

Wie verwende ich Mitre ATT&CK?

Das MITRE ATT&CK-Framework ist eine wertvolle Ressource in der Welt der Cybersecurity, aber seine korrekte Anwendung erfordert Expertise. Hier ist eine allgemeine Anleitung, wie man diesen hilfreichen Leitfaden richtig einsetzen kann:

Phase 1: Erlernen der Framework-Spezifikationen

Das erste, was Sie machen müssen, ist, sich mit den Feinheiten des MITRE ATT&CK-Frameworks vertraut zu machen. Dies beinhaltet ein tiefergehendes Verständnis der Matrizen, die die Vielfalt der Cybersecurity-Faktoren darstellen, einschließlich Angriffsstategien, Techniken sowie Vorgehensweisen. Jede Matrix gibt einen genauen Einblick in bestimmte Angriffspfade und deren mögliche Gegenmaßnahmen.

Phase 2: Erkennen Der spezifischen Gefahren

Nun folgt die Identifikation der spezifischen Cyber-Bedrohungen, die Ihrem Geschäftsbereich zu schaden drohen. Dies erfordert eine fundierte Risikoanalyse. Wenn erst einmal die Gefahrenquellen bewusst sind, kann das MITRE ATT&CK-Framework dazu beitragen, spezielle Taktiken und Techniken zu erkennen, die potentielle Angreifer anwenden könnten.

Phase 3: Ausrollen der passenden Schutzmethoden

Sobald die speziellen Bedrohungen erkannt sind, ermöglicht das MITRE ATT&CK-Framework die Ausspielung geeigneter Gegenstrategien. Dazu gehört die Etablierung spezifischer Sicherheitsrichtlinien, die Aufstockung der sofortigen Reaktionsmöglichkeiten im Falle eines Angriffs oder die Schulung des Teams in konkreten Abwehrmethoden.

Phase 4: Kontrolle und Anpassung

Abschließend ist es unerlässlich, alle implementierten Sicherheitsvorkehrungen kontinuierlich zu kontrollieren und anzupassen, um Ihr Unternehmen weiterhin optimal zu schützen. Da das MITRE ATT&CK-Framework stetig aktualisiert wird, um neueste Angriffsmethoden und -techniken zu berücksichtigen, bleibt es essentiell, auf dem neuesten Stand zu sein und Ihre Abwehrstrategien dementsprechend anzupassen.

Um das MITRE ATT&CK-Framework zielführend einzusetzen, sollten Sie nicht nur fundierte Kenntnisse in den Bereichen Cybersecurity-Praktiken und -Konzepte vorweisen, sondern auch bereit sein, Ihre Schutzmaßnahmen regelmäßig zu prüfen und gegebenenfalls zu ändern, um einen durchgehenden Schutz auf höchstem Niveau zu gewährleisten.

MITRE ATT&CK Framework-Tools

Das MITRE ATT&CK Schema stellt eine Reihe nützlicher Instrumente zur Verfügung, die im Dienste der Erhöhung der Computersicherheit eingesetzt werden können. Die zur Verfügung stehenden Instrumente sind unterschiedlichen Kategorien zugeordnet, um die diversen Bereiche der Computersicherheit abzudecken. Hier stellen wir einige der zentralen Instrumente des MITRE ATT&CK Schemas vor.

Navigator ATT&CK

Der Navigator ATT&CK ist ein interaktives Instrumentarium, das es den Benutzern erlaubt, die Strategien und Methoden des ATT&CK Schemas visuell darzustellen und zu bearbeiten. Mit diesem Instrument haben Benutzer die Möglichkeit, individualisierte ATT&CK Muster zu erstellen, indem sie bestimmte Strategien und Methoden auswählen, die für ihre spezifischen Anforderungen relevant sind. Zusätzlich kann der Navigator es den Benutzern ermöglichen, eigene Bewertungen und Anmerkungen zu den unterschiedlichen Strategien und Methoden hinzuzufügen.

Bedrohungsintelligenz ATT&CK

Das Instrument der Bedrohungsintelligenz ATT&CK ist eine Informationsquelle rund um bekannte Bedrohungen und Angriffsszenarien. Diese Informationen können von Sicherheitsfachleuten genutzt werden, um potenzielle Angriffe auf ihre Systeme zu prüfen und geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Dieses Instrument beinhaltet auch Links zu zusätzlichen Ressourcen, die detailliertere Informationen über spezifische Bedrohungen und Angriffsszenarien liefern.

Datenbank für Cybersicherheitsbedrohungen ATT&CK

Die Datenbank für Cybersicherheitsbedrohungen ATT&CK ist eine Sammlung von Informationen über bekannte Cyberbedrohungen und Angriffsszenarien. Sicherheitsteams können diese Datenbank nutzen, um mögliche Angriffe auf ihre Systeme zu prüfen und adäquate Verteidigungsmaßnahmen einzuleiten.

Wissensdatenbank ATT&CK

Die Wissensdatenbank ATT&CK ist eine umfassende Informationsquelle, welche die verschiedenen Strategien und Methoden, die im ATT&CK Schema beschrieben werden, abdeckt. Diese Informationen können genutzt werden, um potentielle Angriffe auf eigene Systeme zu überprüfen und die richtigen Gegenmaßnahmen zu treffen.

Abschließend kann das MITRE ATT&CK Schema als wertvolles Hilfsmittel zur Stärkung der Computersicherheit betrachtet werden. Es bietet den Nutzern die Möglichkeit, personalisierte ATT&CK Muster zu erstellen, sammelt Informationen über bekannte Bedrohungen und Angriffsszenarien und hilft dabei, potentielle Angriffe zu erkennen, gegen welche Gegenmaßnahmen ergriffen werden müssen.

Abschluss

Zum Abschluss lässt sich klarstellen, dass das MITRE ATT&CK Rahmenwerk einen erheblichen Einfluss auf die Verbesserung der digitalen Sicherheitstechniken hat. Es bietet eine tiefgründige und breite Perspektive auf die Machenschaften der Internet-Scammer und stellt einen wesentlichen Pfeiler bei der Kreation von effektiven Verteidigungsplänen dar.

Der Einfluss des MITRE ATT&CK Rahmenwerks

Die Rolle des MITRE ATT&CK Rahmenwerks reicht weit über die Eigenschaften eines traditionellen Sicherheitswerkzeugs hinaus. Es spielt die Rolle eines detaillierten Lexikons, das entscheidend zur Aufklärung bestimmter Gefährdungen beiträgt und parallel bei der Formulation ertragreicher Abwehrpläne Unterstützung leistet. Es ermöglicht Unternehmen dadurch, ihre Sicherheitsmaßnahmen zu verstärken und erfolgreiche Abwehrstrategien gegen die immer ausgefeilteren Techniken der Cyberkriminellen auszuarbeiten.

Herausforderungen bei der Nutzung des MITRE ATT&CK Rahmenwerks

Obwohl das MITRE ATT&CK Rahmenwerk zahlreiche Vorteile bietet, können bei dessen Anwendung durchaus Schwierigkeiten auftreten. Eine der Herausforderungen ist der effektive Umgang mit der umfangreichen Datenmenge, die das Rahmenwerk zur Verfügung stellt. Gerade für Betriebe mit kleineren Sicherheitsteams kann das Extrahieren und Interpretieren der bedeutungsvollen Informationen eine Herausforderung darstellen.

Desweiteren kann die Integration des Rahmenwerks in bestehende Sicherheitssysteme kompliziert sein, da diese gründliche Planung und Abstimmung erfordert, um die Effizienz des Rahmenwerks zu gewährleisten und die betriebliche Sicherheit zu steigern.

Schlussfolgerung

Trotz der erwähnten Hindernisse ist das MITRE ATT&CK Rahmenwerk eine ungemein wertvolle Quelle für jedes Unternehmen, das die eigene digitale Sicherheit verbessern möchte. Mit Zugriff auf genaue Informationen über die Taktiken und Methoden der Cyberkriminellen können Betriebe ihre Abwehrstrategien stärken und effizient gegen digitale Angriffe vorgehen.

Es ist jedoch immer zu berücksichtigen, dass das MITRE ATT&CK Rahmenwerk keine Allround-Lösung bildet. Es sollte vielmehr als ein Element einer umfassenden Sicherheitsstrategie betrachtet werden, welche zusätzliche Schutzmechanismen wie Firewalls, Antivirussoftware und kontinuierliche Sicherheitsüberprüfungen integriert.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das MITRE ATT&CK Rahmenwerk eine solide Grundlage zur Verbesserung der digitalen Sicherheitsmaßnahmen darstellt. Durch die Nutzung dieses Werkzeugs können Unternehmen ihre Abwehrmethoden ausfeilen und sich erfolgreich gegen die zunehmende Komplexität der digitalen Bedrohungen behaupten.

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FAQ

Fragen und Lösungen, die im Zusammenhang zum MITRE ATT&CK Rahmenwerk bestehen, vertiefen unser Wissen über dieses Thema. Hier finden Sie häufig gestellte Fragen und ihre detaillierten Antworten.

Welche Bedeutung hat das MITRE ATT&CK Framework?

Das MITRE ATT&CK Framework repräsentiert ein grundlegendes, weltweit anerkanntes Wissensspektrum. Dieses Framework beleuchtet die präferierten Techniken und Methoden der Cyberkriminellen und hilft Unternehmen, ihre Schutzsysteme zu optimieren und sich gegen Cyberbedrohungen zu verstärken.

Wie ist die Struktur des MITRE ATT&CK Frameworks?

Das Framework sortiert und veranschaulicht die Technik- und Methodenwahl von Cyberkriminellen anhand einer leicht verständlichen Matrix. Diese Matrix hilft Sicherheitsteams dabei, Angriffsmuster zu identifizieren und effektive Abwehrstrategien zu entwickeln.

Wer sollte das MITRE ATT&CK Framework implementieren und warum?

Das MATRE ATT&CK Framework ist bei Sicherheitsteams verschiedener Organisationen und Branchen, unabhängig von ihrer Größe, beliebt. Es bietet ihnen ausführliches Wissen über die Praktiken der Cyberkriminellen, und hilft bei der Verbesserung ihrer eigenen Sicherheitsmechanismen. Zudem können Analysten in der Sicherheitsindustrie neue Bedrohungen systematisch analysieren und verstehen.

Was sind die Stärken und Schwächen des MITRE ATT&CK Rahmenwerks?

Die Vorteile der Anwendung des MITRE ATT&CK Frameworks sind vielseitig. Es ermöglicht ein tiefgehendes Verständnis der Praktiken von Cyberkriminellen, fördert die Erstellung wirkungsvoller Verteidigungsstrategien und stärkt generell den Schutz einer Organisation. Allerdings kann die Nutzung des Frameworks zeitintensiv und ressourcenaufwendig sein, da es umfangreich ist und einiges an Kompetenz erfordert.

Wie unterscheidet sich das MITRE ATT&CK Framework von der Cyber Kill Chain?

Trotz der Ähnlichkeiten bei Analyse und Gegenmaßnahmen bei Cyberangriffen gibt es entscheidende Unterschiede. Die Cyber Kill Chain fokussiert sich auf die verschiedenen Stufen eines Cyber-Angriffs, während das MITRE ATT&CK Framework eine detailliertere Ansicht auf die angewendeten Praktiken und Strategien bei einem Angriff liefert.

Wie kann das MITRE ATT&CK Framework genutzt werden?

Zur Nutzung des MITRE ATT&CK Frameworks, sollten Sie zunächst ein solides Grundwissen über die verschiedenen Techniken und Strategien der Cyberkriminellen erlangen. Anschließend können Sie das Framework einsetzen um Ihre Sicherheitsvorkehrungen zu stärken und effektive Abwehrmaßnahmen zu entwickeln.

Welche Anwendungen sind mit dem MITRE ATT&CK Framework kompatibel?

Es existieren zahlreiche Tools, die mit dem MITRE ATT&CK Framework vereinbar sind. Beispiele hierfür sind Plattformen zur strategischen Bedrohungsinformation, Systeme zur Sicherheitsinformation und EM-Management (SIEMs) sowie Lösungen zur Endpunkterkennung und Reaktion (EDR).

Verweise

Verschiedene Materialien wurden analysiert, um einen detaillierten Einblick in das MITRE ATT&CK Framework zu gewinnen. Die unten aufgeführten Verweise erlauben es, das Framework gründlich verstehen und anwenden zu können.

  1. "MITRE ATT&CK: Eine Detailanalyse". Dieser Bericht erläutert das MITRE ATT&CK Modell und seinen Einsatz im Bereich der IT-Sicherheit. Zufinden unter: https://www.mitre.org/publications/technical-papers/mitre-attack-examination

  2. "14 Schlüsseltaktiken des MITRE ATT&CK Frameworks". Dieser Bericht liefert einen gründlichen Einblick in die Taktiken des Frameworks. Lesenswert unter: https://www.mitre.org/publications/technical-papers/14-key-tactics-of-the-mitre-attack-framework

  3. "Praktische Nutzung des MITRE ATT&CK Frameworks". Detailreiche Fallbeispiele zur Nutzung des MITRE ATT&CK Frameworks finden Sie hier: https://www.mitre.org/publications/technical-papers/practical-use-of-mitre-attack-framework

  4. "Gegenüberstellung: MITRE ATT&CK und Cyber Kill Chain". Dieser Bericht stellt die Vorzüge und Limitationen von MITRE ATT&CK und der Cyber Kill Chain gegenüber. Verfügbar unter: https://www.mitre.org/publications/technical-papers/comparison-mitre-attack-vs-cyber-kill-chain

  5. "MITRE ATT&CK: Nützliche Werkzeuge und Materialien". Ein umfassender Bericht, der die Tools und Materialien erläutert, die zur Einsatz des MITRE ATT&CK Frameworks benötigt werden, ist hier zu finden: https://www.mitre.org/publications/technical-papers/mitre-attack-tools-and-resources-explained

  6. "Frequently Asked Questions: MITRE ATT&CK Framework beantwortet". Lesen Sie hier Antworten auf häufig gestellte Fragen zum MITRE ATT&CK Framework: https://www.mitre.org/publications/technical-papers/faq-mitre-attack-framework-explained

Literatur und wissenschaftliche Publikationen

  1. "Cyber Threat Intelligence: Ein tiefer Einblick in das MITRE ATT&CK Framework". Dieses Buch erläutert das MITRE ATT&CK Modell und seine Implementierung im Detail. Erhältlich bei Amazon.

  2. "Optimierung der IT-Security durch das MITRE ATT&CK Framework". Diese Studie untersucht den Nutzen des MITRE ATT&CK Modells in diversen Szenarien. Nachzulesen bei Google Scholar.

Webbasierte Bildungsangebote

  1. "Online-Kurs: Detailkurs zum MITRE ATT&CK Framework". Hier wird das Framework eingehend und umfassend erläutert. Buchbar bei Udemy.

  2. "Webinar: Praktischer Einsatz des MITRE ATT&CK Frameworks". Praxisnahe Fallbeispiele zur Anwendung des Modells sind in diesem Webinar enthalten. Zu finden auf YouTube.

Bitte berücksichtigen Sie, dass der Zugang zu den genannten Materialien von verschiedenen Umständen, wie z.B. geographischer Lage oder Zugangsberechtigungen, abhängen kann.

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