Was ist ein BEAST-Angriff? Sicherheitslücken bei TLS/SSL-Protokollen

Was ist ein BEAST-Angriff?

Ein BEAST-Angriff, auch bekannt als Browser Exploit Against SSL/TLS, ist eine Sicherheitslücke, die in bestimmten Versionen der SSL/TLS-Protokolle gefunden wurde. Diese Protokolle werden verwendet, um sichere Verbindungen zwischen Webservern und Clients, wie Webbrowsern, herzustellen. Der BEAST-Angriff ermöglicht es einem Angreifer, diese sicheren Verbindungen zu entschlüsseln und auf sensible Informationen zuzugreifen, die über sie übertragen werden.

Die Entstehung des BEAST-Angriffs

Der BEAST-Angriff wurde erstmals im Jahr 2011 von den Sicherheitsforschern Thai Duong und Juliano Rizzo entdeckt. Sie stellten fest, dass die Art und Weise, wie bestimmte Versionen der SSL/TLS-Protokolle Blockverschlüsselung verwenden, es einem Angreifer ermöglicht, die Verschlüsselung zu knacken und auf die über die Verbindung übertragenen Daten zuzugreifen.

Die Auswirkungen eines BEAST-Angriffs

Die Auswirkungen eines erfolgreichen BEAST-Angriffs können erheblich sein. Da SSL/TLS-Protokolle häufig verwendet werden, um sensible Informationen wie Kreditkartennummern, Passwörter und persönliche Daten zu übertragen, kann ein Angreifer, der in der Lage ist, diese Verbindungen zu entschlüsseln, auf all diese Informationen zugreifen. Dies kann zu Identitätsdiebstahl, Finanzbetrug und anderen schwerwiegenden Konsequenzen führen.

BEAST-Angriffe in der Praxis

Obwohl die Theorie hinter dem BEAST-Angriff komplex ist, ist die Durchführung eines solchen Angriffs in der Praxis relativ einfach. Ein Angreifer muss lediglich in der Lage sein, den Netzwerkverkehr zwischen dem Client und dem Server abzufangen und dann eine spezielle Software zu verwenden, um die Verschlüsselung zu knacken. Dies kann oft mit relativ wenig technischem Wissen und Ausrüstung erreicht werden.

Insgesamt ist ein BEAST-Angriff eine ernsthafte Bedrohung für die Sicherheit von Online-Transaktionen und -Kommunikationen. Es ist wichtig, dass sowohl Serverbetreiber als auch Endbenutzer sich dieser Bedrohung bewusst sind und Maßnahmen ergreifen, um sich davor zu schützen.

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Wie funktioniert der BEAST-Angriff?

Der BEAST-Angriff - oder Block Cipher-Angriff im Stream-Modus - stellt eine Technik dar, um die Verschlüsselungsschutzmaßnahmen von TLS/SSL-Protokollen zu durchbrechen. Dieser Angriff macht sich bestimmte Defizite der Verwendung von Blockverschlüsselung durch diese Protokolle zum Schutz von Daten zu Nutze.

Arbeitsweise des BEAST-Angriffs

Die Durchführung eines BEAST-Angriffs beginnt mit dem Eindringen in das Netz des Zielobjekts. Hierzu muss der Eindringling über die Fähigkeit verfügen, sowohl den Netzwerktraffic des Zielobjekts zu kontrollieren, als auch zu manipulieren. Sofern der Eindringling dann Zugriff auf den Netzwerktraffic erhält, kann er die Verschlüsselungsbarrieren durchbrechen. Der BEAST-Angriff benutzt hier eine spezielle Schwachstelle der TLS/SSL-Protokolle. In diesen Protokollen wird eine Technik genannt Cipher Block Chaining (CBC) zur Datencodierung verwendet. Bei CBC wird jeder Datenblock vor seiner Verschlüsselung mit dem vorhergehenden verbunden. Daher kann der Eindringling, sofern es ihm gelingt, einen einzelnen Datenblock zu dekodieren, eventuell auch alle darauffolgenden Datenblöcke entschlüsseln.

Ablauf des Angriffs

Nimmt ein BEAST-Angriff seinen Lauf, implementiert der Eindringling eine präzise Methode, die als "chosen plaintext attack" bekannt ist. Hier sendet der Eindringling eine Auswahl von speziell zugeschnittenen Anweisungen an den Server des Zielobjekts und verfolgt die kodierten Antworten. Mithilfe der Gegenüberstellung der kodierten Antworten und den anfänglichen Anweisungen kann der Eindringling Rückschlüsse auf den Verschlüsselungsschlüssel ziehen. Das geschieht so lange, bis der Eindringling genügend Informationen gesammelt hat, um den Schlüssel zu dekodieren. Ist der Schlüssel dann erst einmal entschlüsselt, kann der Eindringling alle Daten, die zwischen dem Opfer und dem Server hin- und hergehen, entziffern.

Ein BEAST-Angriff in der Praxis

Nehmen wir an, ein Angreifer möchte die Kommunikation zwischen einem Nutzer und einer Internetbank knacken. Zunächst führt er einen 'Man-in-the-Middle'-Angriff durch um den Netzverkehr des Nutzers kontrollieren zu können. Darauffolgend sendet er dann einer Auswahl von Anweisungen an die Bank und beobachtet die kodierten Antworten. Mittels Vergleich dieser Antworten und der ursprünglichen Anweisungen, könnte der Eindringling letztlich den Verschlüsselungsschlüssel entschlüsseln und jegliche Kommunikation zwischen dem Nutzer und der Bank entschlüsseln. Abschließend lässt sich feststellen, dass ein BEAST-Angriff eine hochkomplexe und technologisch aufwendige Methode zur Durchbrechung von TLS/SSL-Protokoll-Verschlüsselungen darstellt. Er erfordert ein hohes Maß an technischem Know-How und Zugriff auf den Netzwerkverkehr des Zielobjekts.

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TLS, Blockchiffren und Initialisierungsvektoren

"Transport Layer Security", oft einfach als TLS bezeichnet, stellt ein essentielles System dar, welches die vertrauenswürdige und geschützte Datenübermittlung über Netze, speziell das World Wide Web, sicherstellt. Das Hauptwerkzeug hierbei: ein spezielles Verschlüsselungsverfahren bekannt als Blockchiffre, welches die zu sendenden Informationen in Pakete kodiert, üblicherweise mit einer Größe von 64 oder 128 Bit.

Blockchiffre-Techniken

Innerhalb des Verschlüsselungsprozesses arbeiten Blockchiffren mit festgelegten Informationspaketen um, die jeweils separat kodiert werden. Das bedeutet, sogar wenn zwei sich ähnelnde Klartextblöcke vorliegen, wird ihre Ausführung nach der Verschlüsselung komplett andersartig sein, was den Sicherheitsaspekt der Datenübermittlung enorm erhöht.

Es gibt verschiedene Subtypen von Blockchiffren, darunter zählt man DES (kurz für Data Encryption Standard), AES (Advanced Encryption Standard) und den Blowfish-Algorithmus. Jeder von ihnen hat individuelle Vor- und Nachteile, jedoch legen sie alle den Fokus auf einen hohen Grad an Datensicherheit.

Initialisierungsvektoren

Innerhalb von TLS und Blockchiffren nehmen auch sogenannte Initialisierungsvektoren (oder IVs) eine tragende Rolle ein. Diese arbiträren oder pseudo-arbiträren Zahlen dienen als primäres Element für die Verschlüsselung eines Informationspakets um sicherzustellen, dass jedes mal ein neues Resultat entsteht, auch wenn der gleich Klartext mehrfach kodiert wird.

Initialisierungsvektoren tragen maßgeblich zur Sicherheitsgewährleistung von TLS bei. Ohne sie könnte eine Person mit Zugriff auf die verschlüsselten Informationen Muster identifizieren und potenziell die Verschlüsselung umgehen. Initialisierungsvektoren stellen sicher, dass bei jeder Kodierung eines Informationspakets ein neuartiger, einzigartiger IV-Ansatz verwendet wird, was mutmaßliche Angriffe deutlich schwieriger gestaltet.

Kontrastierung von Blockchiffren und Initialisierungsvektoren

Blockchiffren Initialisierungsvektoren
Kodierung von Daten in festgelegten Informationspaketen Primäres Element bei der Kodierung eines Informationspakets
Jedes Informationspaket wird separat kodiert Stellen sicher, dass bei jeder Kodierung ein neues Resultat entsteht
Verschiedene Subtypen wie DES, AES und Blowfish Arbiträre oder pseudo-arbiträre Zahlen

Zusammengefasst kann man sagen, dass TLS, Blockchiffren und Initialisierungsvektoren elementar für die Absicherung von Datenübermittlungen über Netze sind. Diese Aspekte koordinieren und kooperieren eng miteinander, um höchste Datensicherheit und -schutz sicherzustellen.

Starten des BEAST-Angriffs

Ein erfolgreicher BEAST-Angriff setzt voraus, dass der Hacker fähig ist, die Datenkommunikation zwischen Nutzer und Server abzufangen. Dies kann über verschiedene Strategien erreicht werden, wie etwa MitM-Attacken oder Netzwerk-Überwachung. Mit einem Zugriff auf die Datenübermittlung kann der Hacker schließlich versuchen, die Verschlüsselung zu entschlüsseln.

Angriffsprozess in der Praxis

Das Konzept eines BEAST-Angriffs beruht darauf, dass der Hacker eine Vielzahl von verschlüsselten Datenblöcken abfängt. Diese Blöcke enthalten kodierte Informationen, die zwischen Nutzer und Server übertragen werden. Der Hacker analysiert diese Blöcke, um mögliche Muster zu identifizieren, die bei der Entschlüsselung des Verschlüsselungscodes hilfreich sein könnten.

Untersuchung der kryptierten Blöcke

Um diese kodierten Blöcke zu untersuchen, bedient sich der Hacker einer Methode, die als "Block Cipher Analysis" bekannt ist. Dabei werden die Datenblöcke in kleinere Abschnitte zerlegt und jedes Segment separat analysiert, um Muster zu finden, die auf den Geheimcode hindeuten könnten.

Identifikation des Verschlüsselungscodes

Hat der Hacker genug Hinweise gesammelt, beginnt er mit der Ermittlung des Verschlüsselungscodes. Diese Phase kann sehr zeitaufwändig sein, da eventuell Millionen von Schlüssel-Kombinationen ausprobiert werden müssen, bevor der korrekte Code ermittelt wird.

Entschlüsselung der Kodierung

Mit dem richtigen Verschlüsselungscode kann der Hacker nun die kryptierten Daten entschlüsseln. Dieser Vorgang ist vergleichsweise einfach, da der Hacker jetzt den Schlüssel besitzt, der zur Verschlüsselung genutzt wurde. Der Hacker kann nun alle übertragenen Informationen zwischen dem Nutzer und dem Server einsehen.

Missbrauch der entschlüsselten Informationen

Nachdem der Hacker die kryptierten Daten entschlüsselt hat, kann er sie zu seinem eigenen Vorteil verwenden. Dies könnte das Entwenden von sensiblen Informationen, das Injizieren von Schadsoftware in den Server oder Nutzer-Endgerät oder eine Manipulation der Datenübertragung zur Schädigung des Nutzers oder Servers beinhalten.

Zusammengefasst ist der BEAST-Angriff ein komplexer und aufwendiger Prozess, der höchste technische Kenntnisse und Ausdauer erfordert. Dennoch stellt er eine ernstzunehmende Gefahr für die Sicherheit von TLS/SSL-Protokollen dar und sollte keinesfalls unterbewertet werden.

Versuche, die Folgen abzumildern

Um die Auswirkungen eines BEAST-Angriffs zu mildern, haben Sicherheitsexperten und Organisationen verschiedene Strategien und Techniken entwickelt. Diese Bemühungen konzentrieren sich hauptsächlich auf die Verbesserung der Sicherheit von TLS/SSL-Protokollen und die Implementierung von Schutzmaßnahmen auf Server- und Clientseite.

Aktualisierung auf neuere Protokollversionen

Eine der effektivsten Methoden zur Minderung der BEAST-Schwachstelle besteht darin, auf neuere Versionen von Sicherheitsprotokollen umzusteigen. TLS 1.1 und 1.2 sind immun gegen BEAST-Angriffe, da sie Änderungen in der Art und Weise enthalten, wie Initialisierungsvektoren (IVs) verwendet werden. Diese Änderungen verhindern, dass ein Angreifer die Muster erkennt, die für einen BEAST-Angriff notwendig sind.

Verwendung von RC4 anstelle von Blockchiffren

Eine andere Methode zur Minderung der BEAST-Schwachstelle besteht darin, den RC4-Stream-Chiffre anstelle von Blockchiffren zu verwenden. RC4 ist nicht anfällig für BEAST-Angriffe, da es keine Blockverschlüsselung verwendet. Allerdings hat RC4 seine eigenen Sicherheitsprobleme und wird daher nicht mehr allgemein empfohlen.

Implementierung von TLS Renegotiation

TLS Renegotiation ist eine weitere Technik, die zur Minderung der BEAST-Schwachstelle eingesetzt werden kann. Durch die erneute Aushandlung der Sitzungsparameter nach jedem verschlüsselten Block kann verhindert werden, dass ein Angreifer die notwendigen Muster für einen BEAST-Angriff erkennt.

Serverseitige Schutzmaßnahmen

Auf der Serverseite können Administratoren die Reihenfolge der von ihrem Server unterstützten Chiffren ändern. Indem sie sicherstellen, dass RC4 an erster Stelle steht, können sie verhindern, dass Clients, die mit ihrem Server kommunizieren, anfällige Blockchiffren verwenden.

Clientseitige Schutzmaßnahmen

Auf der Clientseite können Benutzer ihre Browser so konfigurieren, dass sie TLS 1.1 oder 1.2 verwenden, wenn diese Protokolle verfügbar sind. Sie können auch Erweiterungen installieren, die die Verwendung von anfälligen Blockchiffren verhindern.

Es ist wichtig zu beachten, dass diese Maßnahmen nicht vollständig vor BEAST-Angriffen schützen. Sie können jedoch das Risiko eines erfolgreichen Angriffs erheblich reduzieren. Daher ist es wichtig, immer auf dem neuesten Stand der Sicherheitspraktiken und -technologien zu bleiben und regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen durchzuführen.

Wie behebe ich eine BEAST-Sicherheitslücke?

Um eine BEAST-Schwachstelle zu beheben, gibt es verschiedene Ansätze, die Sie verfolgen können. Hier sind einige der effektivsten Methoden, um Ihr System vor einem BEAST-Angriff zu schützen.

Aktualisieren Sie Ihre Software

Der erste und einfachste Schritt zur Behebung einer BEAST-Schwachstelle besteht darin, Ihre Software regelmäßig zu aktualisieren. Dies gilt insbesondere für Ihren Webbrowser und Ihr Betriebssystem. Software-Updates enthalten oft Sicherheitspatches, die bekannte Schwachstellen beheben, einschließlich solcher, die von BEAST-Angriffen ausgenutzt werden können.

Verwenden Sie TLS 1.2 oder höher

Ein weiterer effektiver Weg, um eine BEAST-Schwachstelle zu beheben, besteht darin, auf eine neuere Version des TLS-Protokolls zu aktualisieren. TLS 1.2 und höher sind immun gegen BEAST-Angriffe, da sie eine verbesserte Methode zur Erzeugung von Initialisierungsvektoren verwenden.

Deaktivieren Sie die CBC-Verschlüsselung

Wenn Sie TLS 1.0 oder 1.1 verwenden und nicht auf eine neuere Version aktualisieren können, sollten Sie erwägen, die CBC-Verschlüsselung zu deaktivieren. Dies kann die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen BEAST-Angriffs erheblich verringern.

Verwenden Sie RC4

Ein weiterer Ansatz besteht darin, die RC4-Verschlüsselung zu verwenden, die gegen BEAST-Angriffe immun ist. Beachten Sie jedoch, dass RC4 seine eigenen Sicherheitsprobleme hat und daher nicht als langfristige Lösung angesehen werden sollte.

Verwenden Sie eine Server-seitige Lösung

Einige Server bieten Lösungen an, die BEAST-Angriffe verhindern können. Diese umfassen die Verwendung von leeren Fragmenten oder die Erzwingung einer bestimmten Verschlüsselungsreihenfolge. Diese Lösungen können jedoch die Kompatibilität mit einigen Clients beeinträchtigen.

Es ist wichtig zu beachten, dass keine dieser Lösungen eine 100%ige Sicherheit gegen BEAST-Angriffe bietet. Die effektivste Methode zur Behebung einer BEAST-Schwachstelle besteht darin, eine Kombination dieser Ansätze zu verwenden und Ihre Systeme regelmäßig auf Sicherheitslücken zu überprüfen.

Abschluss

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der BEAST-Angriff eine ernsthafte Bedrohung für die Sicherheit von Online-Transaktionen darstellt. Obwohl es seit der Entdeckung des Angriffs im Jahr 2011 erhebliche Fortschritte bei der Bekämpfung dieser Art von Bedrohungen gegeben hat, bleibt die Anfälligkeit für BEAST-Angriffe ein wichtiges Anliegen für alle, die sich mit der Sicherheit von Online-Transaktionen beschäftigen.

Die Bedeutung der Aktualisierung von Sicherheitsprotokollen

Die BEAST-Angriffstechnik unterstreicht die Notwendigkeit, Sicherheitsprotokolle ständig zu aktualisieren und zu verbessern. TLS und SSL, die Protokolle, die am häufigsten für die Sicherheit von Online-Transaktionen verwendet werden, haben seit der Entdeckung des BEAST-Angriffs mehrere Aktualisierungen durchlaufen. Diese Aktualisierungen haben dazu beigetragen, die Anfälligkeit für BEAST-Angriffe zu verringern, aber sie haben das Problem nicht vollständig beseitigt.

Die Rolle der Nutzer

Es ist auch wichtig zu betonen, dass die Nutzer eine entscheidende Rolle bei der Bekämpfung von BEAST-Angriffen spielen. Indem sie ihre Browser und Betriebssysteme auf dem neuesten Stand halten und verdächtige Online-Aktivitäten vermeiden, können sie dazu beitragen, die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen BEAST-Angriffs zu verringern.

Abschließende Gedanken

Obwohl der BEAST-Angriff eine ernsthafte Bedrohung darstellt, gibt es wirksame Strategien zur Bekämpfung dieser Art von Angriffen. Durch die Kombination von technischen Verbesserungen und bewusster Nutzeraktivität können wir die Sicherheit unserer Online-Transaktionen erheblich verbessern.

Insgesamt ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass die Sicherheit im Internet ein ständiger Kampf ist. Neue Bedrohungen entstehen ständig, und es liegt an uns allen - Entwicklern, Sicherheitsexperten und Nutzern - diese Bedrohungen zu bekämpfen und ein sichereres Internet zu schaffen.

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FAQ

F: Was genau ist ein BEAST-Angriff?

A: Ein BEAST-Angriff bezieht sich auf eine spezifische Art der Cyber-Bedrohung, die TLS (Transport Layer Security) und SSL (Secure Sockets Layer) ins Visier nimmt, zwei bekannte Sicherheitsprotokolle im Internet. Dadurch kann ein Angreifer auf die über dieses Protokoll verschickten, verschlüsselten Daten zugreifen und diese entschlüsseln.

F: Kannst du erklären, wie ein solcher Angriff durchgeführt wird?

A: BEAST-Angriffe machen sich eine bestimmte Schwäche in der Blockverschlüsselung von gewissen SSL- und TLS-Versionen zunutze. Bei dieser Methode manipuliert der Hacker die Initialisierungsvektoren der Blockverschlüsselung, öffnet so die Datenverschlüsselung und erhält Zugriff auf die übermittelten Daten.

F: Kannst du Blockchiffren und Initialisierungsvektoren erklären?

A: Blockchiffren und Initialisierungsvektoren sind zwei Schlüsseltechnologien bei der Datensicherung. Blockchiffren unterteilen Daten in individuelle Blöcke fester Größe und verschlüsseln sie. Initialisierungsvektoren sind zufällige oder halbzufällige Zahlenfolgen, die zusammen mit den Blockchiffren dafür sorgen, dass jeder Datenblock auf einzigartige Weise verschlüsselt wird.

F: Wie kann ich mich vor einer solchen Sicherheitslücke schützen?

A: Um gegen BEAST-Angriffe gewappnet zu sein, gibt es verschiedene Vorgehensweisen. Eine häufig empfohlene Methode ist die Aktualisierung auf jüngere Versionen des TLS-Protokolls, die gegen derartige Angriffe immun sind. Des Weiteren kann der Verzicht auf Blockchiffren in betroffenen Protokollen die Angriffsfläche reduzieren.

F: Welche Folgen kann ein BEAST-Angriff haben?

A: Ein erfolgreicher BEAST-Angriff hat potentiell schwerwiegende Konsequenzen. Persönliche Daten oder finanzielle Informationen könnten dann in den Händen von Kriminellen landen, was gravierende Folgen haben kann.

F: Was kann ich tun, um mich vor einem BEAST-Angriff zu schützen?

A: Abgesehen von der bereits erwähnten Aktualisierung des TLS-Protokolls und Verzicht auf Blockchiffren, haben Sie weitere Möglichkeiten, sich zu schützen. Eine davon ist die Verwendung von zuverlässigen, robusten Passwörtern für alle Online-Konten, um potenziellen Hackern das Leben so schwer wie möglich zu machen.

Verweise

  1. Ristic, I. (2013). "SSL und TLS: Sichere Netzwerkkommunikation". Addison-Wesley Verlag. Dieses Buch bietet einen umfassenden Überblick über SSL/TLS und verwandte Protokolle. Es behandelt auch die BEAST-Attacke und ihre Auswirkungen auf die Sicherheit von Netzwerken.

  2. Duong, T., Rizzo, J. (2011). "Here come the ⊕ Ninjas". ekoparty Security Conference. Dies ist die ursprüngliche Präsentation, in der die BEAST-Attacke erstmals vorgestellt wurde. Sie enthält technische Details zur Funktionsweise der Attacke und Vorschläge zur Milderung ihrer Auswirkungen.

  3. Möller, B., Duong, T., Kotowicz, K. (2014). "This POODLE bites: exploiting the SSL 3.0 fallback". Google Security Blog. Dieser Blogbeitrag von Google beschreibt eine ähnliche Angriffstechnik wie die BEAST-Attacke, die als POODLE bekannt ist. Er bietet auch einen Vergleich zwischen den beiden Angriffen.

  4. Langley, A. (2011). "Mitigating the BEAST attack on TLS". ImperialViolet. Dieser Blogbeitrag bietet eine detaillierte technische Analyse der BEAST-Attacke und Vorschläge zur Milderung ihrer Auswirkungen.

  5. Rescorla, E. (2011). "The Transport Layer Security (TLS) Protocol Version 1.2". RFC 5246. Dies ist die offizielle Spezifikation für TLS 1.2, die Verbesserungen gegenüber früheren Versionen enthält, um Angriffe wie BEAST zu verhindern.

  6. Dierks, T., Rescorla, E. (2008). "The Transport Layer Security (TLS) Protocol Version 1.1". RFC 4346. Dies ist die offizielle Spezifikation für TLS 1.1, die ebenfalls Verbesserungen gegenüber früheren Versionen enthält, um Angriffe wie BEAST zu verhindern.

  7. Percival, C. (2005). "Cache missing for fun and profit". BSDCan. Dieser Artikel beschreibt eine Technik, die bei der BEAST-Attacke verwendet wird, um Informationen aus dem Speicher eines Computers zu extrahieren.

  8. "CVE-2011-3389". National Vulnerability Database. Dies ist der offizielle Eintrag für die BEAST-Attacke in der National Vulnerability Database. Er enthält technische Details zur Attacke und Vorschläge zur Milderung ihrer Auswirkungen.

  9. "SSL/TLS Deployment Best Practices". SSL Labs. Dieser Leitfaden bietet Best Practices für die Bereitstellung von SSL/TLS, einschließlich Empfehlungen zur Vermeidung von Angriffen wie BEAST.

  10. "Transport Layer Security (TLS) Parameters". Internet Assigned Numbers Authority. Diese Seite enthält eine Liste von Parametern für TLS, einschließlich der Blockchiffren und Initialisierungsvektoren, die bei der BEAST-Attacke verwendet werden.

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