Was ist RBAC (rollenbasierte Zugriffskontrolle)?

RBAC-Verlauf

Die Geschichte von RBAC (Role-Based Access Control) beginnt in den späten 1960er Jahren, als die ersten Computersysteme entwickelt wurden. Damals war die Sicherheit von Computersystemen noch kein großes Thema, da die meisten Systeme isoliert waren und nur von wenigen ausgebildeten Fachleuten bedient wurden. Mit der zunehmenden Verbreitung von Computern in den 1970er und 1980er Jahren wurde jedoch klar, dass eine bessere Kontrolle der Zugriffsrechte auf Computersysteme notwendig war.

Die Anfänge von RBAC

Die ersten Ansätze zur Zugriffskontrolle basierten auf der Idee der "Zugriffskontrollliste" (Access Control List, ACL). Bei diesem Modell wurde jedem Benutzer individuell festgelegt, auf welche Ressourcen er zugreifen durfte. Dieses Modell war jedoch nicht skalierbar und wurde schnell unhandlich, wenn die Anzahl der Benutzer und Ressourcen zunahm.

In den 1990er Jahren wurde das Konzept der rollenbasierten Zugriffskontrolle (RBAC) entwickelt. Dieses Modell basiert auf der Idee, dass Zugriffsrechte auf der Grundlage von Rollen vergeben werden, die den Benutzern zugewiesen werden. Jede Rolle hat bestimmte Zugriffsrechte, und Benutzer, die dieser Rolle zugewiesen sind, erben diese Rechte.

Die Entwicklung von RBAC

Die ersten RBAC-Modelle waren noch recht einfach und boten nur eine begrenzte Flexibilität. Im Laufe der Zeit wurden jedoch immer komplexere Modelle entwickelt, die eine feinere Kontrolle der Zugriffsrechte ermöglichten. Heute gibt es eine Vielzahl von RBAC-Modellen, die unterschiedliche Anforderungen erfüllen können.

Ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung von RBAC war die Veröffentlichung des RBAC-Standards durch das National Institute of Standards and Technology (NIST) im Jahr 1992. Dieser Standard definiert vier verschiedene RBAC-Modelle: RBAC0 (Basis-RBAC), RBAC1 (Hierarchisches RBAC), RBAC2 (Beschränktes RBAC) und RBAC3 (Symmetrisches RBAC).

RBAC heute

Heute ist RBAC ein weit verbreitetes Modell für die Zugriffskontrolle in Computersystemen. Es wird in einer Vielzahl von Anwendungen eingesetzt, von Betriebssystemen über Datenbanken bis hin zu Webanwendungen. Mit der zunehmenden Verbreitung von Cloud-Computing und mobilen Anwendungen wird die Bedeutung von RBAC weiter zunehmen.

Trotz seiner weiten Verbreitung ist RBAC jedoch nicht ohne Kritik. Einige Experten argumentieren, dass das Modell zu komplex ist und dass es schwierig sein kann, die richtigen Rollen und Zugriffsrechte zu definieren. Andere sehen in der Flexibilität von RBAC jedoch einen großen Vorteil und argumentieren, dass das Modell gut geeignet ist, um den sich ständig ändernden Anforderungen an die Sicherheit von Computersystemen gerecht zu werden.

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Arten der Zugriffskontrolle

Es existieren unterschiedliche Verfahren der Zugriffssteuerung, welche jeweils in spezifischen Umgebungen und zu einzigartigen Zielen genutzt werden. Man differenziert in erster Linie zwischen Diskretionärer Zugriffssteuerung (DAC), Obligatorischer Zugriffssteuerung (MAC) und Rollenbasierter Zugriffssteuerung (RBAC).

Diskretionäre Zugriffssteuerung (DAC)

Die diskretionäre Zugriffssteuerung zeichnet sich durch ihre Flexibilität aus. Im Grundsatz ist der Eigentümer der betreffenden Ressource (wie beispielsweise einer Datei oder Software) dafür verantwortlich, wer darauf zugreifen darf und welcher Handlungsrahmen gestattet ist. Die Berechtigungen können hierbei individuell oder kollektiv vergeben werden.

Man findet die DAC zum Beispiel in alltäglichen Dateisystemen wieder, in denen der Eigentümer einer Datei darüber bestimmt, welche Personen sie lesen, bearbeiten oder öffnen dürfen.

Obligatorische Zugriffssteuerung (MAC)

Die obligatorische Zugriffssteuerung stellt eine strikter geregelte Form der Zugriffssteuerung dar, bei welcher die Zugriffsregelungen zentriert organisiert und durchgesetzt werden. Der Eigentümer der jeweiligen Ressource hat hierbei nicht die Entscheidungsgewalt in Bezug auf die Zugriffsberechtigungen. Diese werden vielmehr durch eine betriebliche Sicherheitsstrategie bestimmt.

Diese Form der Zugriffssteuerung kommt beispielsweise in militärischen Regierungseinrichtungen zur Geltung. Dort werden die Zugriffsregelungen straff überwacht, um die Staatssicherheit zu schützen.

Rollenbasierte Zugriffssteuerung (RBAC)

Die RBAC ist eine Art der Zugriffssteuerung, bei der die Zugriffsprivilegien auf Basis von zugeordneten User-Rollen verteilt werden. Innerhalb dieses Modells erhält all Benutzer eine oder mehrere Rollen und je nach Rolle individuelle Zugriffsprivilegien.

Ein typisches Beispiel hierfür ist das Rollensystem innerhalb von Unternehmen. Mitarbeiter bekommen verschiedene Rollen zugewiesen (wie beispielsweise Geschäftsführer, Angestellter, IT-Administrator), welche mit entsprechenden Zugriffsprivilegien einhergehen.

Jede dieser Regelungsarten hat spezifische Vor- und Nachteile und ist für verschiedene Anwendungsszenarien geeignet. Die Entscheidung für das passende Modell wird stets durch die individuellen Gegebenheiten und Ziele der Organisation beeinflusst.

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RBAC-Modell

Die Rollebasierte Zugriffskontrolle, kurz RBAC (engl. Role-Based Access Control), stellt eine effektive Methode zur Handhabung und Steuerung der Zugriffsebene auf Informationsquellen innerhalb eines IT-Systems oder Netzwerkbereichs dar. Kernpunkt dieses Ansatzes ist die Vergabe von Rollen an Nutzer, durch welche diese entsprechende Zugriffsprivilegien für spezifische Materialien erwerben.

Wesentliche Bestandteile der RBAC-Methode

Der RBAC-Ansatz beinhaltet verschiedene zentrale Elemente:

  1. Anwender: Dies umfasst Einzelpersonen oder IT-Systeme, welche eine Zugriffsanfrage für Materialien stellen.
  2. Rollenprofil: Im Kontext von RBAC bezeichnet das Rollenprofil einen Katalog von Zugriffsrechten, der einem Anwender zugeteilt werden kann. Ein Rollenprofil ist nicht an einen einzigen Nutzer gebunden und kann folglich mehreren Anwendern zugeordnet werden.
  3. Privilegien: Unter diesem Aspekt fallen konkrete Tätigkeiten oder Abläufe, welche der Anwender bezogen auf einen Informationsspeicher durchführen darf.
  4. Session: Eine Session wird als festgelegter Zeitabschnitt betrachtet, in welchem der Anwender mit dem IT-System interagiert.

Klassifizierung der RBAC-Methoden

Im Bereich der RBAC-Methoden unterscheiden wir vier Hauptvarianten:

  1. RBAC0: Dieses Modell stellt die Basisvariante dar und behandelt ausschließlich Anwender, Rollenprofile und Privilegien.
  2. RBAC1: Hier modularisiert man RBAC0 durch das Hinzufügen einer Rollen-Hierarchie. Dadurch können übergeordnete Rollenprofile die Privilegien untergeordneter Rollenprofile erwerben.
  3. RBAC2: Bei dieser Variante ergänzen wir RBAC0 um Rollenrestriktionen, welche die Zuteilung von Rollen an konkrete Bedingungen knüpfen können.
  4. RBAC3: Dieses Modell gilt als die umfangreichste Ausprägung und kombiniert sowohl Rollenhierarchien als auch Rollenrestriktionen.

Rollenzuteilung und Privilegienkontrolle im RBAC-Modell

Im RBAC-Konzept gehören Zugriffsrechte nicht einem spezifischen Anwender, sondern sind einer bestimmten Rolle zugeordnet. Der Anwender erhält den Zugriff auf eine Information durch die Zuweisung eines Rollenprofils, unter dem entsprechende Privilegien verzeichnet sind. Dies erlaubt eine effizientere Kontrolle und Verwaltung der Privilegien, vor allem in größeren Organisationen, da ein Rollenprofil an mehrere Anwender gleichzeitig vergeben werden kann.

So könnte zum Beispiel die Rolle des „Abteilungsleiters“ die Privilegien zum Einsehen, Bearbeiten und Entfernen von Dokumenten in einem spezifischen Ordner beinhalten. Ein anderer Benutzer, wie der „Mitarbeiter“, erhält möglicherweise nur das Recht, Dokumente in demselben Ordner zu lesen.

Rollenhierarchie und Restriktionen

Einige RBAC-Modelle ermöglichen eine hierarchische Anordnung von Rollen, wobei übergeordnete Rollen die Privilegien untergeordneter Rollen erben. Diese Struktur vereinfacht die Privilegienverwaltung noch weiter, da übergeordneten Rollen nicht jedes einzelne Zugriffsrecht einzeln zugewiesen werden muss.

Hinzu kommen in einigen RBAC-Ausprägungen spezifizierte Restriktionen für die Rollenvergabe. Diese Einschränkungen können auf diversen Kriterien basieren, zum Beispiel der Uhrzeit, dem Standort des Anwenders oder anforderungsspezifischen Sicherheitsaspekten.

Beispiele für RBAC

RBAC, ein verbreitetes Modell zur Kontrolle des Zugriffs, wird in zahlreichen verschiedenen Szenarien angewendet. Hier sind ein paar spezifische Umsetzungsbeispiele.

Geschäftsnetzwerke

Innerhalb des Netzwerks eines Unternehmens kann RBAC zur Regulierung des Zugriffs auf spezifische Ressourcen genutzt werden. Ein Szenario könnte sein, dass Mitarbeiter der Personalstelle die Erlaubnis haben, personenbezogene Daten einzusehen, während Beschäftigte in der Finanzabteilung Einsicht in Finanzdaten haben. In diesem Zusammenhang wären die Rollen "Personalbereich" und "Finanzbereich" definiert und die jeweiligen Zugriffsrechte daran geknüpft.

Cloud-Service-Anbieter

Zahlreiche Anbieter von Cloud-Diensten, darunter Microsoft Azure, nutzen RBAC zur Kontrolle des Zugriffs auf Ressourcen. Im Rahmen von Azure beispielsweise können Administratoren Rollen definieren und diesen rollenspezifische Rechte zusprechen. So könnte ein Nutzer etwa die Rolle eines "Netzwerkadministrators" innehaben und dadurch das Recht haben, Netzwerkeinstellungen zu modifizieren. Ein anderer Nutzer könnte als "Datenbankadministrator" Datenbanken verwalten.

Betriebssystemnutzung

RBAC wird oftmals auch von Betriebssystemen wie Linux genutzt. Dort können Administratoren ebenfalls Rollen definieren und diesen spezifische Zugriffsrechte zuordnen. Ein "root"-Nutzer könnte beispielsweise das Recht haben, sämtliche Systembestandteile zu kontrollieren, während ein "Benutzer" nur begrenzte Rechte erhält.

Datenbank-Systeme

Auch Datenbanksysteme, darunter Oracle oder MySQL, nutzen RBAC. Auch hier können Administratoren Rollen festlegen und diesen spezifische Zugriffsrechte zusprechen. Ein Database-Administrator hätte somit die Befugnis, Datenbanken zu kontrollieren, während ein Datenbanknutzer nur die Erlaubnis hätte, Daten zu recherchieren.

Diese Beispiele verdeutlichen die Vielseitigkeit von RBAC und in wie vielen verschiedenen Szenarien es zur Kontrolle des Zugriffs auf Ressourcen eingesetzt werden kann. Es handelt sich um ein potentielles Modell zur Kontrolle des Zugriffs, das sowohl Vielseitigkeit als auch Sicherheit gewährleistet.

Vorteile von RBAC

RBAC, oder Role-Based Access Control, bietet viele Vorteile gegenüber anderen Zugriffskontrollsystemen. Hier sind einige der wichtigsten Vorteile, die RBAC bietet:

Einfache Verwaltung von Benutzerrechten

Mit RBAC können Administratoren Benutzerrechte zentral verwalten. Anstatt jedem Benutzer individuell Berechtigungen zuzuweisen, können sie Rollen erstellen, die bestimmte Berechtigungen enthalten, und diese Rollen dann Benutzern zuweisen. Dies vereinfacht die Verwaltung von Benutzerrechten erheblich, insbesondere in großen Organisationen.

Reduzierung von Fehlern

Da RBAC die Verwaltung von Benutzerrechten zentralisiert, reduziert es die Wahrscheinlichkeit von Fehlern. Wenn Berechtigungen individuell zugewiesen werden, besteht die Gefahr, dass Benutzern versehentlich zu viele oder zu wenige Berechtigungen zugewiesen werden. Mit RBAC können Administratoren sicherstellen, dass alle Benutzer die richtigen Berechtigungen haben.

Verbesserung der Sicherheit

RBAC kann die Sicherheit verbessern, indem es den Grundsatz des geringsten Privilegs durchsetzt. Dies bedeutet, dass Benutzer nur die minimalen Berechtigungen erhalten, die sie benötigen, um ihre Aufgaben auszuführen. Dies reduziert das Risiko, dass ein Benutzer versehentlich oder absichtlich Schaden anrichtet.

Flexibilität und Skalierbarkeit

RBAC ist flexibel und skalierbar. Es kann in Organisationen jeder Größe implementiert werden, von kleinen Unternehmen bis hin zu großen Konzernen. Darüber hinaus kann es an die spezifischen Anforderungen einer Organisation angepasst werden.

Kosteneffizienz

RBAC kann Kosten sparen, indem es die Verwaltung von Benutzerrechten effizienter macht. Anstatt Zeit und Ressourcen für die individuelle Zuweisung von Berechtigungen zu verschwenden, können Administratoren Rollen erstellen und verwalten, die mehrere Benutzer abdecken.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass RBAC eine effektive Methode zur Verwaltung von Benutzerrechten ist, die die Sicherheit verbessert, Fehler reduziert und Kosten spart. Es ist eine flexible und skalierbare Lösung, die in Organisationen jeder Größe implementiert werden kann.

RBAC im Vergleich mit anderen Systemen

RBAC, auch als Rollenbasierte Zugriffskontrolle bezeichnet, ist eine der überzeugendsten Alternativen im Vergleich zu verschiedenen anderen Zugriffssteuerungsmodellen. Es sorgt für speziell zugeschnittene Privilegien, um den Schutz der firmeneigenen Daten sicherzustellen. Es ist wichtig, diese Aspekte bei der Auswahl einer Sicherheitsstrategie zu berücksichtigen.

RBAC: Eine Hochstufe von diskretionärer Zugriffssteuerung (DAC)

Im DAC-System ist die Autorität über Datei- und Dienstzugriff beim Initiator oder Besitzer verankert. Trotz seiner Anpassungsfähigkeit birgt es ein Risiko: die Chance für den Missbrauch von Zugangsberechtigungen. Wieso? Nutzer können ihre Erlaubnisse verteilen.

Im Gegensatz dazu basiert RBAC auf der Stellung einer Person innerhalb eines Unternehmens und nicht auf individuellen Befugnissen. So wird das Management des Zugangs zentralisiert und die Sicherheit verstärkt.

RBAC kontra Mandatory Access Control (MAC)

Ja, das MAC-System steuert den Zugang zu Ressourcen nach konkreten Kategorien, welche den Nutzern und den Informationen zugeteilt werden. Aber was ist das Dilemma? Es neigt dazu, extrem unbiegsame und wartungsintensive Strukturen zu erzeugen.

RBAC ist gegenüber MAC überlegen durch sein rollenbasiertes Konzept, welches den Übergang von Zugangsberechtigungen vereinfacht, wenn eine Nutzerrolle gewechselt wird.

RBAC wider das Attribute-basierte Zugriffskontrollsystem (ABAC)

ABAC berücksichtigt Attribute von Nutzern, Ressourcen und Umgebungsbedingungen, um über Zugriffsrechte zu entscheiden. Zwar bietet es hohe Flexibilität und Kontrolle, gleichzeitig ist es allerdings kompliziert und schwierig in der Anwendung.

Im Gegensatz dazu baut RBAC auf definierten Rollen auf, es ist leichter zu verwirklichen und zu handhaben. Allerdings ist es im Bezug auf die Feinjustierung der Zugriffsrechte etwas eingeschränkter als ABAC.

Dennoch ist RBAC ein effektives Vorgehen, das einen ausbalancierten Kompromiss zwischen Sicherheit, Anpassungsfähigkeit und Benutzerfreundlichkeit erreicht. Darum ist es häufig die Methode der Wahl für viele Firmen. Bei der Wahl des Systems sollte man jedoch die individuellen Voraussetzungen und Gegebenheiten der eigenen Firma in Betracht ziehen.

RBAC-Sicherheit – Implementierung im Unternehmen

Die Integration des RBAC (Role-Based Access Control) Konzepts ist ohne Zweifel eine umfangreiche Angelegenheit, die gründliches Durchdenken und strukturiertes Handeln benötigt. Dennoch gibt es universelle Ansätze, die den Prozess greifbarer gestalten.

Stadium 1: Die Klassifizierung der Berufsbilder in Ihrem Unternehmen

Die Prämisse bei der Einführung von RBAC ist es, die diversen Berufsbilder in Ihrer Firma zu kategorisieren. Dazu zählen beispielsweise Management-Ebenen, Mitarbeiter, freischaffende Experten und weitere Jobprofile. Jedes einzelne Berufsbild muss dabei ausdefiniert und die jeweiligen Tätigkeiten und Pflichten, die diesem Berufsbild zugeordnet sind, explizit strukturiert sein.

Stadium 2: Zugangsberechtigungen für jedes Berufsbild festlegen

In der Folge der Klassifizierung der Berufsbilder sollte man sich den Zugangsberechtigungen zuwenden. Das beinhaltet zum Beispiel, auf welche Systeme und Informationen jedes Berufsbild Zugriff haben darf und welche Handlungen sie ausüben dürfen. Diese Zugangsberechtigungen sollten auf den spezifischen Tätigkeiten und Pflichten jedes Berufsbildes basieren.

Stadium 3: Die RBAC-Regelungen umsetzen

Sobald die Berufsbilder und die jeweiligen Zugangsberechtigungen abstecken sind, seid Ihr bereit die RBAC-Regelungen in Ihr Unternehmen eingliedern. Das kann entweder durch die Verwendung von RBAC-fokussierter Software oder durch manuelle Anpassungen Ihrer Systemumgebung erfolgen. Überzeugen Sie sich davon, dass alle Systembereiche und Informationssammlungen passend konfiguriert sind, um den RBAC-Regelungen gerecht zu werden.

Stadium 4: Kontrollieren und validieren der RBAC-Regelungen

Eine Etablierung der RBAC-Regelungen ist nicht das Ende des Prozesses. Es ist bedeutend diese fortlaufend zu kontrollieren und zu validieren. Das stellt sicher, dass diese Regelungen wirksam sind und sämtliche Zugangsberechtigungen eingehalten werden. Es unterstützt zudem dabei, potenzielle Sicherheitsrisiken rechtzeitig zu erkennen und zu eliminieren.

Die Eingliederung von RBAC kann vielfältige Vorteile innerhalb eines Unternehmens hervorbringen, einschließlich erweiterter Sicherheitsvorkehrungen, optimalerer Verwaltung von Zugangsberechtigungen und verstärkter Regelkonformität. Es ist allerdings vonnöten, dass Unternehmen diesen Prozess mit Bedacht planen und durchführen, um eine effiziente Eingliederung der RBAC-Regelungen zu garantieren.

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FAQ

F: Was ist RBAC (Role-Based Access Control)?

A: RBAC steht für Role-Based Access Control, was auf Deutsch so viel wie rollenbasierte Zugriffskontrolle bedeutet. Es handelt sich dabei um ein System, das den Zugriff auf Ressourcen in einem Netzwerk oder System basierend auf den Rollen der einzelnen Benutzer steuert. Anstatt jedem Benutzer individuelle Berechtigungen zuzuweisen, werden diese Berechtigungen auf Rollenebene definiert und dann den Benutzern zugewiesen, die diese Rolle innehaben.

F: Wie funktioniert das RBAC-Modell?

A: Im RBAC-Modell werden Berechtigungen auf der Grundlage von Rollen vergeben, die den verschiedenen Aufgaben und Verantwortlichkeiten in einer Organisation entsprechen. Jeder Benutzer wird einer oder mehreren Rollen zugewiesen, und jede Rolle hat bestimmte Berechtigungen, die den Zugriff auf bestimmte Ressourcen erlauben. Wenn ein Benutzer versucht, auf eine Ressource zuzugreifen, prüft das System, ob die Rolle des Benutzers die erforderlichen Berechtigungen hat.

F: Was sind die Vorteile von RBAC?

A: RBAC bietet mehrere Vorteile gegenüber anderen Zugriffskontrollsystemen. Erstens ermöglicht es eine effizientere Verwaltung von Berechtigungen, da diese auf Rollenebene und nicht auf individueller Benutzerebene vergeben werden. Zweitens verbessert es die Sicherheit, da Benutzer nur Zugriff auf die Ressourcen haben, die sie für ihre Arbeit benötigen. Drittens bietet es eine größere Flexibilität, da Berechtigungen leicht hinzugefügt oder entfernt werden können, indem die Rolle geändert wird, anstatt die Berechtigungen jedes einzelnen Benutzers zu ändern.

F: Wie vergleicht sich RBAC mit anderen Zugriffskontrollsystemen?

A: Im Vergleich zu anderen Zugriffskontrollsystemen wie Discretionary Access Control (DAC) und Mandatory Access Control (MAC) bietet RBAC eine größere Flexibilität und Effizienz. Während DAC und MAC auf individueller Benutzerebene arbeiten, arbeitet RBAC auf Rollenebene, was die Verwaltung von Berechtigungen vereinfacht. Darüber hinaus ermöglicht RBAC eine feinere Kontrolle über den Zugriff auf Ressourcen, da Berechtigungen auf der Grundlage von Rollen und nicht nur auf der Grundlage von Benutzeridentitäten vergeben werden.

F: Wie implementiere ich RBAC in meinem Unternehmen?

A: Die Implementierung von RBAC in Ihrem Unternehmen erfordert eine sorgfältige Planung und Vorbereitung. Zunächst müssen Sie die verschiedenen Rollen in Ihrer Organisation identifizieren und die entsprechenden Berechtigungen für jede Rolle festlegen. Anschließend müssen Sie ein RBAC-System auswählen oder entwickeln, das Ihren Anforderungen entspricht. Schließlich müssen Sie das System implementieren und alle Benutzer entsprechend ihren Rollen zuweisen. Es ist wichtig, dass Sie das System regelmäßig überprüfen und aktualisieren, um sicherzustellen, dass es effektiv bleibt und Ihre Sicherheitsanforderungen erfüllt.

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