Schwachstellen

Definition von Cybersquatting

Cybersquatting, gelegentlich auch als Domain-Squatting tituliert, kennzeichnet eine Vorgehensweise, bei welcher Individuen oder Organisationen gezielt und ohne jegliche Berechtigung eine Domainregistrierung vornehmen. Der primäre Gegenstand dieser Registrierung sind Markennamen, Betriebsnamen oder Personenbezeichnungen. Der charakteristische Cybersquatter hat gewöhnlich ein bestimmtes Ziel vor Augen: Die kurz zuvor ergatterte Domain zu einem überhöhten Preis an den rechtmäßigen Marken- oder Unternehmensinhaber zu verticken oder die Adresse für die Generierung von Online-Traffic und Werbeeinkünften zu missbrauchen.

Der Ausdruck "Cybersquatting" hat seinen Ursprung im Begriff "Squatting" (dt. Hausbesetzung), der im Kontext mit Grund und Boden die illegale Inbesitznahme von Gebäuden oder Grundstücken ohne die Zustimmung des Eigentümers beschreibt. Im digitalen Umfeld transformiert Squatting zu Cybersquatting und charakterisiert die unrechtmäßige Aneignung von Domänennamen.

Cybersquatter haben eine Fülle von Tricks auf Lager, um ihre unlauteren Absichten zu realisieren. Eine bewährte Technik ist das Typo-Squatting. Dabei werden Domainnamen erworben, die Schreib-, Rechtschreib- oder Tippfehler bekannter Markennamen reflektieren. Wenn ein Nutzer aus Versehen solch einen fehlerhaften Namen eingibt, landet er auf der Webseite des Cybersquatters, der ihm dann Werbebotschaften unterjubeln oder ihn zu Phishing-Aktionen verleiten kann.

Unumstritten ist dabei das Doppelgänger-Squatting, wobei eine Domain, die dem Original zum Verwechseln ähnlich ist, aber geringfügige Unterschiede aufzeigt (wie etwa ein fehlender Punkt oder Bindestrich), vom Cybersquatter registriert wird.

Die Folgen von Cybersquatting sind erheblich und weitreichend. Während Firmen Umsatzeinbussen, Markenverwässerung und Vertrauensverluste seitens der Kunden hinnehmen müssen, kann es bei den Verbrauchern zu Verwirrung und erhöhter Anfälligkeit für betrügerische Handlungen sowie Phishing-Attacken führen.

Cybersquatting stellt somit eine höchst unlautere und oft rechtswidrige Handlung dar, die sowohl Unternehmen als auch Konsumenten erheblichen Schaden zufügen kann. Daher ist es von zentraler Bedeutung, sich dieser Gefahr bewusst zu sein und angemessen dagegen zu schützen.

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Ist Cybersquatting illegal?

Cybersquatting, die unerlaubte Übernahme von Domain-Namen, stellt in zahlreichen Ländern weltweit, u.a. in den USA, der europäischen Union und auch Down Under, einen rechtswidrigen Akt dar. Im Grunde genommen wird es als eine Form des Eigentumsdiebstahls begriffen, da es auf die Verletzung der Rechte einer Marke abzielt. In bestimmten Fällen kann man sogar davon sprechen, dass Cybersquatter betrügerische Absichten hegen, falls sie sich als das tatsächliche Unternehmen oder Individuum ausgeben, um ahnungslose User oder Kunden zu manipulieren.

Welche Arten von Cybersquatting gibt es?

Rechtliche Regelungen gegen Cybersquatting

In den USA existiert das "Anticybersquatting Consumer Protection Act" (ACPA), welches 1999 eingeführt wurde und es verbietet, Domains so zu registrieren oder zu verwenden, dass sie aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit existierenden Marken Verwirrung stiften und somit den guten Ruf der Marke missbrauchen. Bei Verstoß gegen dieses Gesetz drohen Geldstrafen bis zu $100.000 je Domain.

Die europäische Union hat durch die Durchführungsrichtlinie zu den "Intellectual Property Rights Enforcement" (IPRED) das Cybersquatting untersagt. Hier wird gefordert, dass die Anmeldung oder Nutzung einer Domain verboten ist, falls sie eine existierende Marke verletzt.

Das australische "Trade Marks Act" von 1995 sowie die "Australian Domain Name Dispute Resolution Policy" (auDRP) setzen sich ebenfalls gegen Cybersquatting zur Wehr. Auch hier ist es verboten, eine Domain zu registrieren oder verwenden, die bestehende Markenrechte verletzt.

Folgen von Cybersquatting

gängige Techniken des Cybersquatting

Die Sanktionen gegen Cybersquatting variieren von Land zu Land und abhängig vom Grad des Verstoßes. In der Regel haben Cybersquatter jedoch mit Geldstrafen, Schadensersatzansprüchen oder unter bestimmten Umständen auch Gefängnisstrafen zu rechnen.

In den USA beispielsweise drohen nach dem ACPA Geldstrafen bis zu $100.000 pro Domain. Weiterhin können sie dazu verpflichtet werden, Schadensersatz für die Marke, die sie verletzt haben, zu leisten.

Die Rechtsfolgen in der Europäischen Union sehen gemäß IPRED Geldbußen und Schadensersatzforderungen vor. Hier kann auch die Tragung von Kosten für die Durchsetzung der geistigen Eigentumsrechte zur Pflicht gemacht werden.

In Australien verhängt das "Trade Marks Act" und die "auDRP" ebenfalls Geldstrafen und Schadenersatzforderungen. Auch hier kann die Kostenübernahme zur Durchsetzung der geistigen Eigentumsrechte erforderlich sein.

Resümee

Cybersquatting stellt eine gesetzlich strafbare Handlung in vielen Teilen der Welt dar und zieht durchaus erhebliche Sanktionen nach sich. Daher ist es für Unternehmen und Privatpersonen, die ihre Markenrechte wahren wollen, unabdingbar, sich über die rechtlichen Regelungen ihres Landes zu informieren und die gebotenen Schutzmaßnahmen in Anspruch zu nehmen.

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